Logo

Alle Stimmen zum HVSH Final Four der Herren

Alle Neuigkeiten
21.12.2016 - 07:00 | Quelle: sprungwurf.tv

Kiel - Der Pokalsieger der Herren des Handballverband Schleswig-Holstein wurde am vergangenen Wochenende ermittelt. In zwei spannenden Spielen setzte sich der Oberligist und Bundesligareserve des THW Kiel durch und qualifizierte sich als Pokalsieger für den Deutschen Amateurpokal. Wir haben exklusiv die Stimmen der Trainer aller vier Mannschaften mit einem Resümee zum vergangenen HVSH Final Four.

1.Halbfinale: HSG Tarp/Wanderup 26:34 (16:15) HSG Mönkeberg/Schönkirchen
2.Halbfinale: SG WIFT Neumünster 24:27 (8:12) THW Kiel 2
Spiel um Platz 3: HSG Tarp/Wanderup 27:48 (13:30) SG WIFT Neumünster
Finale: HSG Mönkeberg/Schönkirchen 25:30 (12:17) THW Kiel 2

Pokalsieger: THW Kiel 2
Dennis Olbert: "Nach dem erreichen des Final Fours sportlich und die Genehmigung als Austragungsort wollten wir zu Hause unbedingt gewinnen. Uns wurde durch die Saisonspiele gegen WIFT und dem Heimvorteil die Favoritenrolle zugeschoben. Ein kampfbetontes Spiel am Samstag gegen WIFT zerrte schon an den Kräften. Gerade im Rückraum machte sich das Fehlen der einfachen Tore von Niklas (Anm. d. Red.: Kadenbach; aktuell verletzt) bemerkbar. Eine tolle Leistung von der Mannschaft in zwei schweren Spielen, in denen nicht immer schöner Handball gespielt werden konnte. Aber im Pokal ging es nur ums gewinnen. Ein schöner Jahresabschluss und für die Jungs sicher ein schönes Erlebnis einen Titel mit ins nächste Jahr zu nehmen. Jetzt haben sich die Jungs eine kleine Pause zum regenieren und Wunden lecken verdient. Unterm Strich das Ziel Final Four komplett erfüllt und sportlich gewonnen. Auch organisatorisch lief alles gut."

2.Platz: HSG Mönkeberg/Schönkirchen
Hauke Scharff: "Da wir im letzten Jahr auch schon das Glück hatten im Final Four zu sein und 3. wurden, wollten wir unbedingt eine Steigerung erreichen. Also war unser großes Ziel - im Wohnzimmer des THW - das Finale zu erreichen, was uns mit toller Moral gelungen ist. Das Spiel am Sonntag gegen THW 2 war dann beste Werbung für den Handballsport in unserer Region. Zwei junge Mannschaften (Durchschnittsalter 22), die alles abrufen mussten, auf sehr hohem Niveau Tempohandball geboten haben, wobei der THW einen Tick reifer war und berechtigt gewonnen hat. Es war ein großes Erlebnis und super organisiert vom HVSH. Leider war das meist diskutierte Thema der Zuschauer und Angehörigen die sehr hohen Eintrittspreise für das gesamte Wochenende, was sich leider - aus meiner Sicht - auch bei den Zuschauerzahlen widergespiegelt hat. Wir als HSG Mönkeberg/Schönkirchen sind um eine große Erfahrung und ein großartiges Erlebnis reicher."

3.Platz: SG WIFT Neumünster
Trainer: "„Aus meiner Sicht war die direkte Rote Karte nicht berechtigt, eine Zeitstrafe hätte gereicht. Dadurch waren wir gezwungen, einen neuen Innenblock zu stellen, was uns Probleme bereitete. Dennoch war es ein tolles Pokalspiel mit den nötigen Emotionen. Für mich war es das vorweg genommene Pokalfinale" - mit Sicht auf das Halbfinalspiel gegen den THW Kiel 2. Im Spiel um Platz "wir wollten Tempo gehen, einfache Treffer erzielen und einen vernünftigen Jahresabschluss abliefern. Mit 30 Treffern gelang uns in Halbzeit eins so gut wie alles.“ (aus dem "Holsteinischen Courier")

4.Platz: HSG Tarp/Wanderup
Jan Strunk: "Einerseits sind wir natürlich nach wie vor stolz darauf, dass wir nach der ganzen Zeit, in der die HSG-Männer in der "Versenkung" verschwunden und ausschließlich über den sportlichen Niedergang berichtet wurde, mit dem Erreichen des Final Four erstmals auch mal wieder einen in der Handballöffentlichkeit wahrgenommenen sportlichen Erfolg erreicht haben. Andererseits haben wir erst aus unserer Halbfinalchance trotz guter Ausgangssituation in der ersten Halbzeit im zweiten Durchgang zu wenig gemacht. Bis in die Schlußphase hinein war das Spiel ja noch keineswegs entschieden. Da hätte ich mir deutlich mehr Kampfgeist und Selbstbewußtsein von meinen Spielern gewünscht. Und dann ist es natürlich verheerend, wenn man das Spiel um Platz 3 gegen einen motivierten klassenhöheren Gegner bestreitet, der sich nach einem unglücklichen Halbfinalaus rehabilitieren will, während die eigene Besetzung verletzungsbedingt weiter dezimiert wurde. Was nach der ersten Viertelstunde bis zur Pause passiert ist, habe ich so in über 20 Jahren auf der Bank im Erwachsenenbereich noch nicht erlebt. Das hat wenig Spaß gemacht. Allerdings muß ich den Spielern zu Gute halten, dass sie sich für die 2. Halbzeit noch einmal an der Ehre haben packen lassen und den Durchgang mit 14:18 deutlich kämpferischer bestritten haben."


Schleswig-Holstein-Liga (Herren) / Oberliga HH/SH (Herren) / SG WIFT Neumünster / THW Kiel e. V. von 1904 / Handball-Spielgemeinschaft Tarp-Wanderup e. V. / HSG Mönkeberg/Schönkirchen / SG WIFT Neumünster / HSG Tarp-Wanderup / THW Kiel 2 / HSG Mönkeberg/Schönkirchen / Dennis Olbert / Hauke Scharff / Jan Strunk / Michael Haß