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Oberliga HH/S-H (Herren): Der 10.Spieltag im Rückblick (Saison 2016/2017)

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05.12.2016 - 21:45 | Quelle: sprungwurf.tv

Hamburg/Schleswig-Holstein – Sensation am 10.Spieltag der Oberliga HH/S-H der Herren. Die Landeshauptstädter vom THW Kiel 2 siegten deutlichen gegen die SG WIFT Neumünster. In einem spannenden Spiel am Sonntag siegten die Schusterjungs endlich wieder und nahmen zwei wichtige Punkte aus Norderstedt mit. Der erste Sieg für den TuS Esingen ist endlich eingefahren. Bei schlecht spielenden Marmeladenstädtern fuhren die Esinger zwei deutliche Punkte ein. Wir haben alle Spiele im Rückblick zusammengefasst.

THW Kiel 2 vs. SG WIFT Neumünster (Endergebnis: 39:27 | HZ: 22:13): THW deklassiert WIFT - Neumünster zu schwach. Ohne vier Akteure waren die Bären aus Neumünster zum THW Kiel 2 gereist. Doch als Ausrede kann dies nicht gelten. Waren die Hausherren vom THW zu jederzeit überlegen. Die Gäste taten sich schwer gegen die offensive 5:1-Deckung und fabrizierten viele technische Fehler. Genutzt wurden diese von den Hausherren eiskalt und so ging es über die Zwischenstände 6:3 (10.Minute) und 11:3 (13.Minute) mit einer 22:13-Führung in die Kabine. Im zweiten Abschnitt dann das gleiche Bild. Zu harmlos waren die WIFTer und hatten keine Chance mehr heranzukommen. Besonders auffällig waren nun die Unparteiischen und vergaben unzähige Zeitstrafen. Zu Recht. Am Ende siegten die Kieler völlig verdient mit 39:27. "Die Kieler haben sich in einen Rausch gespielt und den Ball nach Belieben aus allen Positionen in den Giebel geschmissen. Bei uns gab es zu Beginn der zweiten Halbzeit ein leichtes Aufflackern. Das ist aber durch unsere technischen Fehler gleich wieder erloschen", so SG-Spieler-Co-Trainer Yannick Stock gegenüber dem "Holsteinischen Courier".

MTV Herzhorn vs. HSG Ostsee N/G (Endergebnis: 24:29 | HZ: 16:15): Knapper Sieg für Ostsee - Herzhorn scheitert knapp. Am Samstag konnte die Truppe der HSG Ostsee N/G beim MTV Herzhorn mit 29:24-Toren (HZ 16:15) gewinnen. Im Vorfeld war klar, dass die Gäste in Herzhorn von Beginn an konzentriert zu Werke gehen müssen, um dieses schwere Spiel am Ende erfolgreich zu gestalten. Die erste Halbzeit verlief recht ausgeglichen, Herzhorn konnte immer ein bis zwei Tore vorlegen. Kurz vor Ende der ersten Hälfte konnte der gut aufgelegte Torhüter Markus Noel einige Bälle entschärfen, so dass die HSG Ostsee vor allem durch Kim Colin Reiter (8/1) und Tjark Müller (8) mit einer knappen 16:15-Führung in die Pause gehen konnte. Im zweiten Abschnitt hatte die HSG -Abwehr einen noch besseren Zugriff auf die Herzhorner Angreifer. Im Angriff führten Alexander Mendle und Uwe Kalski geschickt Regie und so zog man schnell über 22:17 und 25:20 auf 29:24 davon. Mit diesem Sieg sichert sich die Mannschaft von Thomas Knorr den zweiten Tabellenplatz und freut sich nun am nächsten Samstag auf das Spitzenspiel gegen THW Kiel II.

HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg vs. FC St. Pauli (Endergebnis: 28:28 | HZ: 14:16): Glückliches Unentschieden - Pauli immer vorne. "Das war ein Spiel für die Zuschauer, aber nicht unbedingt ein Spiel für die Trainer. Während St. Pauli lange, konzentrierte Angriffe spielte und sicher abschloss, wollten wir zu schnell nachziehen und machten Flüchtigkeitsfehler“, so HSG-Co-Trainer Reiner Pohl-Thur gegenüber der "Landeszeitung". Ein Spiel auf Augenhöhe. Keine der beiden Mannschaften schaffte es sich deutlich abzusetzen, sodass es ein ausgeglichenes Spiel war. Über die Zwischenstände 12:12 (25.Minute) und 22:22 (49.Minute) trennen sich beide Mannschaften am Ende 28:28. Für die Hausherren ein glückliches Unentschieden. Lagen diese im gesamten Spiel nicht einmal in Führung.

HG Hamburg-Barmbek vs. SG Hamburg-Nord (Endergebnis: 32:23 | HZ: 11:10): Barmbek mit unglaublicher Serie - Hamburg-Nord hält nur in der ersten Halbzeit mit. Mit einem 32:23 (11:10)-Derbysieg gegen die SG Hamburg-Nord haben die Barmbeker ihre Erfolgsserie auf zehn Liga-Siege in Folge ausgebaut. Somit kommt der aktuelle Tabellenführer weiterhin aus dem Hamburger Stadtteil. Die erste Hälfte wurde von viel Kampf geprägt und beide Mannschaften taten sich gegen die guten Abwehrreihen schwer. Keinem der beiden Teams gelang es, sich abzusetzen und die gesamten ersten dreißig Minuten verliefen ausgeglichen bis zum 11:10-Halbzeitstand. Einziger negativer Höhepunkt war bis dahin die schwere Schulterverletzung von SG-Spieler Ole Werner, der anschließend ins Krankenhaus musste. Zu Beginn des zweiten Durchgangs konnte sich die HGHB dann deutlich steigern und mit einem 10:2-Lauf auf 21:12 davonziehen. In der Folge wurde der Vorsprung souverän verwaltet und am Ende stand mit 32:23 verdientermaßen der nächste Heimsieg an der Anzeigetafel. "Das war das erwartete schwere Derby. Zwei gute Deckungsreihen prägten das Spiel in der ersten Halbzeit. Der einzige Unterschied war, dass die SG härter arbeiten musste und unkonzentriert wurde. Das nutzten wir zu Beginn der 2. Halbzeit in fast perfekten 15 Minuten. Wir zogen das Tempo merklich an, gingen in der Deckung noch konsequenter zur Sache und spielten ohne Fehler im gebundenen Spiel. Die SG hatte in dieser Phase keine Chance. Die Verwaltungsphase begann dann zu früh, war aber okay. Jetzt zeigt sich, wie wichtig ein großer, gut besetzter und immer besser eingespielter Kader ist. Nun müssen wir Montag im Pokal beim AMTV ran und dann geht es nach Neumünster. Das wird nochmal ein Hammer", so HGHB-Trainer Holger Bockelmann gegenüber SPRUNGWURF.TV.

TV Fischbek vs. TSV Hürup (Endergebnis: 25:29 | HZ: 14:10): Fischbek vergibt Pausenführung - Hürup mit elf Mann. Ein rupiges Spiel war es in Fischbek. Viele kleine Fouls auf beiden Seiten, wurden am Ende mit zwei roten Karten für die Hausherren bestraft. Nach zwei Minuten erzielte Niels Jensen für die Gäste per Siebenmeter das erste Tor. Fortan begann das übliche Wechselspiel statt, bei dem Hürup ein Tor vorlegte und der TVF nachzog. Die Serie wurde durch einen Siebenmeter unterbrochen, den Julian Junack für die Fischbeker vergab. Der TSV entfernte sich auf drei Tore (3:6) und es schien, als würde das Spiel so verlaufen, wie die Tabellenpositionen der beiden Gegner darstellten. In der 26. Minute glich Philipp Hinrichsen für die Gäste noch mal aus, doch dann gelang ihnen für den Rest der ersten Halbzeit nichts mehr. Die Abwehr des TVF stand kompakt genug und spätestens bei Oyewusi war dann alles vorbei. Im Angriff dagegen waren die Gastgeber im Abschluss sicher. Mehrfach innerhalb der ersten 30 Minuten zeigte sich auch die Variante als erfolgreich, im Angriff den Torhüter durch einen siebten Feldspieler zu tauschen. Die Fischbeker gingen mit einem guten Vorsprung von 14:10 in die Pause. Die zweite Halbzeit begann, wie die erste geendet hatte. Fischbek war weiterhin überlegen und setzte sich sogar auf ein 17:10 ab. Erst in der 34. Minute konnte Hürup wieder einen Angriff mit einem Tor abschließen. Das Blatt wendete sich für den TVF allerdings in der 37. Minute. Dann erhielt Kahns eine Zeitstrafe und nicht einmal eine halbe Minute später erhielt Beier seine dritte Zeitstrafe und wurde somit durch die rote Karte endgültig vom Platz gestellt. Somit waren die Fischbeker in doppelter Unterzahl und kam aus der Spur. Hürup seinerseits nutze die Chance und drehte das Spiel zu seinen Gunsten. Am Ende gewannen die Gäste aus dem hohen Norden mit 29:25. "Wir können auf die Leistung der ersten 35 Minuten gut aufbauen. Wir waren erschrocken, wie gut wir als Mannschaft spielen können und leider dem Druck, das Spiel zu machen, nicht gewachsen sind", so TV-Trainer Roman Judycki. "Fischbek hat versucht, uns mit einer körperbetonten harten Deckung den Schneid abzukaufen. Hierbei wurden die Grenzen deutlich überschritten, was von den Schiedsrichtern leider erst in der Schlussphase mit zwei roten Karten bestraft wurde. Ich bin stolz auf die Moral meiner Mannschaft und glaube, dass die Spieler viele Erfahrungen mitnehmen konnten", so TSV-Trainer Christian Lutter gegenüber SPRUNGWURF.TV.

HT Norderstedt vs. Preetzer TSV (Endergebnis: 24:28 | HZ: 11:12): Preetz gelingt vierter Saisonsieg - Norderstedt scheitert knapp. Die Freude war groß nach dem Auswärtssieg beim Aufsteiger HT Norderstedt, als der Abpfiff ertönte. Mit einem stark angeschlagenen Kader gingen die Schusterjungs in die Partie. Zwar war die Bank gut gefüllt und auf dem Spielberichtsbogen fanden sich viele Spieler wieder. Spielfähig waren jedoch nur wenige. Trotzdem lief es mehr als gut. Schaffte man schnell eine Vier-Tore-Führung (10:6; 16.Minute). Gut aufgelegt war am Sonntag Andreas Koll im Tor. Ein ums andere mal verhinderte gute Torwurfmöglichkeiten und zeigte sein Können. Bis zur Pause wurde es dann noch einmal knapp. Schlichen sich zu viele Unkonzentriertheiten bei den Gästen ein und die Hausherren um Rückraumshooter Henning Scholz verkürzten zum 10:11. Nach dem Seitenwechsel dann das gewohnte Bild. Die Preetzer kamen schleppend aus der Halbzeit und waren auf einma unkonstant. Erst zwei Minuten vor Spielende war das Spiel dann entschieden. Torhüter Koll vernagelte das Schustertor zwei mal hintereinander und gab den Anschub zum Sieg. Die Norderstedter mussten wieder eine enge Partie hergeben und konnten keine Punkte zu Hause behalten. "Was momentan zählt, sind die Punkte. Und die haben wir", so PTSV-Co-Trainer Jörg Hofmann gegenüber den "Kieler Nachrichten".

VfL Bad Schwartau U23 vs. TuS Esingen (Endergebnis: 17:23 | HZ: 10:14): Schwartau unterirdisch - Esingen mit erstem Saisonsieg. "Meine Spieler haben im Angriff einen rabenschwarzen Tag erwischt. 17 Tore sagen alles. Leider haben wir nicht annähernd so druckvoll und effektiv gespielt, wie zuletzt in Barmbek und gegen Preetz. Die Jungs sin dnatürlich sehr enttäuscht von der eigenen Leistung, wissen aber, dass sie es besser können", so VfL-Trainer Thomas Steinkrauß gegenüber SPRUNGWURF.TV. Wie die Mannen aus Esingen sich nach dem Spiel gefreut haben, hat man auf der mannschaftseigenen Facebookseite sehen können. Die Erleichterung war bei allen groß. Konnte man nach neun Niederlagen in Folge endlich den ersten Sieg einfahren. "Unsere Deckung war ein Bollwerk. Wir hatten für alles die passende Lösung parat und haben, weil unser Rückzugsverhalten vorbildlich war, kaum Gegenstoß-Tore kassiert", so TuS-Trainer Claas-Peter Schütt gegenüber den "Uetersener Nachrichten".


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