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Oberliga HH/S-H (Herren): Der 13.Spieltag im Rückblick (Saison 2016/2017)

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23.01.2017 - 22:30 | Quelle: sprungwurf.tv

Hamburg/Schleswig-Holstein – Aufsteiger HSG Ostsee N/G übernimmt nach dem 13.Spieltag der Oberliga HH/S-H der Herren die Tabellenführung. Mit einem knappen Heimsieg gegen die Schusterjungs bleibt die HSG weiterhin oben dran. Endlich wieder einen Sieg eingefahren haben die Bären aus Neumünster. War man haushoher Favorit gegen einen Minikader des VfL. Wir haben alle Spiele im Rückblick zusammengefasst.

SG WIFT Neumünster vs. VfL Bad Schwartau U23 (Endergebnis: 34:27 | HZ: 17:9): Schwartau zufrieden - WIFT mit Sieg. Schwartau war gut davor. Bis zur achtzehnten Minute lief es für die Gäste aus Bad Schwartau gut. Der Underdog wusste zu gut mitzuhalten und verlor dann die Übersicht. WIFT kam bis zur Halbzeitpause zu fielen einfachen Toren. Nach dem Seitenwechsel gelang es den Hauhserren, dank zweifacher Überzahl, auf bis elf Tore davonzuziehen. Diesen Rückstand konnten die Marmeladenstädter nicht mehr aufholen. Trotzdem fiel der sehr dezimierte Kader des VfL gut Entscheidungen und zeigte Moral. Die Neumünsteraner siegten am Ende 34:27 und klettern um einen Platz auf den fünften Tabellenplatz nach oben. "Die Jungs haben fünfundvierzig Minuten ein gutes Spiel gemacht. Am Ende verlieren wir zwar deutlich, konnten aber viel positives mitnehmen. Es war ein temporeiches Spiel, in dem wir mit unserem Minikader bis an die Grenzen gegangen sind. Darüber nachzudenken, was mit vollem Kader möglich gewesen wäre, ist müßig", so VfL-Trainer Thomas Steinkrauß gegenüber SPRUNGWURF.TV. Der VfL ist nach der Niederlage nur noch Elfter.

HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg vs. MTV Herzhorn (Endergebnis: 30:31 | HZ: 17:15): Herzhorn dreht Spiel kurz vor Schluss - Schülp sah wie der Sieger aus. Das ist ärgerlich. Lag die HSG doch in der 57.Minute mit 30:27 in Front. Wie sagt man so schön, das Spiel ist erst zu Ende, wenn der Schiedsrichter pfeifft. Und das dachten sich auch die Mannen um MTV-Trainer Manfred Kuhnke. Schließlich legte man noch eine Aufholjagd hin. Großen Anteil hatte Theo Boltzen auf Seiten der Gäste. Erzielte er doch gleich drei Treffer sowie das Siegtor durch einen Siebenmeter zum 31:30. Mit dem Sieg klettern die Gäste auf den sechsten Tabellenplatz und haben nun acht Punkte Vorsprung zum Tabellenkeller. Für Schülp ist es ebenso kein Beinbruch. Hat man ebenfalls ein gutes Polster zu den Abstiegsrängen.

TSV Hürup vs. HG Hamburg-Barmbek (Spielverlegung): Termin steht noch nicht fest.

SG Hamburg-Nord vs. HT Norderstedt (Endergebnis: 28:22 | HZ: 13:10): Erster Sieg für Wagner - Norderstedt mit nächster Niederlage. Ein Start nach Maß. Siegte die SG Hamburg-Nord mit dem neuen Trainer Adrian Wagner souverän mit 28:22 und klettern auf den neunten Tabellenplatz. Für Norderstedt hingegen wird es immer gefährlicher. Mit der elften Niederlage belegt das HT den vorletzten Tabellenplatz und hat nun sechs Punkte Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Aus einer starken Deckung heraus, mit einem überragenden Nils Frenzel im Tor, der erst in der 9. Minute beim Stand von 3:1 das erste Mal den Ball aus dem Netz holen mußte, startete die SG und marschierte weiter zum Zwischenstand von 10:5 (22.Minute). Dann hatten die Gäste aus Norderstedt Lücken bei der SG ausgemacht und kamen bis zur Pause auf 13:11 heran. In der zweiten Hälfte kamen die Hausherren gut ins Spiel und führten mit 19:15 (41.Minute). Eine kleine Schwächeperiode der SG nutzten die Norderstedter und kamen bei 20:19 (47.Minute) bedrohlich nahe. Doch das war das Signal für die Jungs vom Tegelsbarg. Sie gaben noch mal richtig Gas. Überragend Luis Krumm, der alleine in zweiten Hälfte fünf Tore beisteuerte. Bis zur 55. Minute, beim Stande von 25:19, hatte das Team vom Neutrainer Wagner keinen Treffer mehr zugelassen, und freute sich am Ende über den ersten Heimsieg des neuen Jahres.

HSG Ostsee N/G vs. Preetzer TSV (Endergebnis: 30:27 | HZ: 16:12): Ostsee mit geringen Aufwand - Schusterjungs kämpfen sich zurück. Das hatten sich die Schusterjungs so nicht vorgestellt. Lag man, vor knapp 350 Zuschauern, schnell mit 0:6 zurück und keiner wusste so Recht ein Gegenmittel. Nach der Auszeit von PTSV-Trainer Dieter Eigemann ging merklich ein Ruck durch die Mannschaft und so kam man immer wieder auf bis zu einem Tor an die HSG heran. Die Hausherren wussten jedoch zu überzeugen und spielten ihre spielerische Klasse aus. So war es auch kein Wunder, dass man zur Halbzeit mit 16:12 in die Kabine ging. Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild. Preetz mühte sich immer wieder ab und scheiterte des Öfteren an den guten Paraden von HSG-Torhüter Markus Noel und lief so in die gefährlichen Tempogegenstöße. Fabian Kaiser auf Seiten der HSG erwischte hier einen mehr als überzeugenden Tag. Alles im allen ging die Niederlage für den PTSV in Ordnung und trotzdem war man zu großem Teil zufrieden mit der Vorstellung. Die Mannen von der Ostsee bleiben mit dem Sieg den ungeschlagenen Barmbekern weiter auf den Fersen. Da die Hamburger das Ligaspiel gegen Hürup auf unbestimmte Zeit verlegen musste, auf Grund des Achtelfinalspiels im DHB-Amateurpokal, ist die HSG vorrübergehend Tabellenführer. Die Videozusammenfassung gibt es demnächst auf unserem YouTube-Kanal.

FC St. Pauli vs. THW Kiel 2 (Endergebnis: 28:25 | HZ: 16:11): Erfahrung setzt sich - Kiel zeigt Moral. Für THW-Trainer Dennis Olbert war es mal wieder eine logistische Meisterleistung. Ist Olbert nebenbei doch noch Trainer der ersten Damenmannschaft beim Preetzer TSV. Und bevor er sich nach Hamburg auf dem Weg machen konnte, war noch an der Seitenlinie beim PTSV in Lübeck gefragt. Doch wieder einmal überzeugten seine Damen, sodass er frühzeitig losfahren konnte und rechtzeitig zum Spiel auf dem Kiez angekommen ist. Seine Jungs, die den Weg in die Hansestadt allein antraten, war es ein schweres Spiel. Wussten die Hausherren mit seinen Fans im Rücken ein ums andere mal, die Chancen zu nutzen. Doch die Gäste wollten sich nicht abschütteln lassen und konnten mehrfach den Rückstand aufholen. Beim Stand von 24:23 keimte kurzzeitig Hoffnung auf. Doch der FC schmiss nun seine ganze Erfahrung auf das Handballfeld und konnte sich am Ende verdient mit 28:25 durchsetzen. "Ein Lernprozess, den wir durchleben. Letzte Saison aufgegeben, dieses Jahr zurückgekommen. Mal schauen was nächstes Jahr ist", so THW-Trainer Dennis Olbert gegenüber SPRUNGWURF.TV. Mit dem Sieg zogen die Hausherren am THW Kiel 2 vorbei und belegen nun den dritten Tabellenplatz. Für die Landeshauptstädter bedeutet die Niederlage keinen großen Rückschlag. Einzig das Abrutschen vom dritten auf den vierten Tabellenplatz ist ärgerlich.

TuS Esingen vs. TV Fischbek (Endergebnis: 23:29 | HZ: 11:12): Fischbek mit nächsten positiven Erfolg - Esingen mit nächster Niederlage. Die Oberligahandballer des TV Fischbek haben am vergangenen Sonntag einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Beim Abstiegskonkurrenten vom TuS Esingen holten sie mit dem 29:23-Auswärtssieg zwei Punkte. Der Start für die Mannschaft von Trainer Roman Judycki war nicht ganz optimal. Esingen hatte Anwurf und erzielte nach einer halben Minute das erste Tor des Spiels durch Lennart Haas. Dann dauerte es gut eineinhalb Minuten, bevor Aleksej Kiselev durch einen Siebenmeter den Ausgleichstreffer für die Gäste erzielen konnte. Während der TV Fischbek im Angriff zunächst nicht konsequent genug war, nutze Esingen seine Chancen besser und setzte sich über ein 3:1 auf ein 7:4 ab. Aber das reichte nicht. Denn nach knapp 15 Minuten zogen die Fischbeker durch drei Tore in Folge von Julian Junack, Kiselev und Marek Struß gleich. Nun stand bei ihnen auch der Mittelblock und ließ Angeriffe der Gastgeber scheitern. Der Zug der Esinger war ins Stottern geraten und sie konnten für den Rest der ersten Halbzeit nur noch jeweils ein Tor vorlegen. Fischbek glich aber immer gleich wieder aus und so brachte Struß dann zehn Sekunden vor dem Halbzeitpfiff mit seinem Treffer zum 12:11 die Gäste das erste Mal in Führung. „Meine Mannschaft hat in der ersten Halbzeit im Großen und Ganzen nicht schlecht gespielt", so Judycki. „Das Problem war nur der Abschluss. Besonders beim Tempogegenstoß haben wir uns kurz vor dem entscheidenden Pass schwer getan und Fehler gemacht". Mit dem Schwung aus der Endphase der ersten Halbzeit und einem Tor Vorsprung hatte der TV Fischbek bei eigenem Anwurf das günstigere Blatt auf seiner Seite. Der Angriff konnte zwar nicht zu Ende geführt werden, weil Aron Karschny gefoult wurde, aber Kiselev verwandelte erneut den zugesprochenen Siebenmeter. Fischbek geriet in die Position des Gejagten. Esingen gelang das auch. Allerdings nur noch zwei Minuten, in denen Max-Lennart Albrecht und Haas für Esingen zum 13:13 ausglichen. Ab der 34. Minute war es dann in erster Linie das Spiel der Fischbeker, zumal die Gastgeber ihr Spiel in Überzahl auch nicht gut genug ausnutzen konnten. Entweder warfen sie mit einem Spieler mehr kein Tor oder aber fingen sich noch eins ein. Fischbek setzte sich Schritt für Schritt vom Abstiegskonkurrenten: 16:13, 20:16 und 22:17. Esingen konnte am Ende nur Schlimmeres verhindern und musste sich letzten Endes mit 23:29 Judyckis Team geschlagen geben. „Die taktischen Maßnahmen liefen in der zweiten Hälfte des Spiels deutlich besser und wir konnten uns absetzen" fasst Judycki die zweite Halbzeit zusammen und ergänzt: „Wir hatten ausreichend Chancen, das Spiel mit zehn oder mehr Toren zu gewinnen. Letztendlich sind wir aber an dem starken Torwart gescheitert". Esingen und HT Norderstedt bleiben nach den Niederlagen am Wochenende mit vier Punkten am Tabellenende. Der TV Fischbek konnte durch diesen Sieg zwei Punkte auf dem Habenkonto verbuchen und hat sich mit nun sechs Punkten von den anderen beiden Mannschaften getrennt. Am kommenden Samstag (28. Januar) hat der TV Fischbek um 18:30 Uhr wieder ein Heimspiel. Zu Gast in der Arena Süderelbe ist dann der MTV Herzhorn. Die sind derzeit auf dem sechsten Tabellenplatz. „Ich bin sicher, dass wir Herzhorn zu Hause schlagen werden, wenn wir unsere Leistungen abrufen" ist Judycki überzeugt. Wie die Fischbeker in eigener Halle gegen diesen Gegner zurechtkommen, wird man sehen. Die letzte Tendenz der Herzhorner sieht nicht so gut aus. Zwar wurde das letzte Spiel gegen die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg knapp mit einem Tor gewonnen, aber die fünf Spiele davor gingen alle verloren. Der TV Fischbek hingegen ist jetzt seit vier Spielen ungeschlagen. (bereitgestellt vom TV Fischbek)


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