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Oberliga HH/S-H (Herren): Der 14.Spieltag im Rückblick (Saison 2016/2017)

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30.01.2017 - 16:30 | Quelle: sprungwurf.tv

Hamburg/Schleswig-Holstein – Das Kiezduell konnte der Tabellenführer aus Barmbek für sich entscheiden. In einem packenden Spiel siegte der Tabellenführer beim bis dato Tabellendritten aus St. Pauli. Völlig indiskutabel war die Leistung der Schusterjungs beim Nordklub aus Hürup. War die Niederlage völlig unnötig. Glücklicher Sieger an der Süderelbe war der MTV Herzhorn. Konnte man kurz vor Schlusspfiff den Siegtreffer erzielen. Wir haben alle Spiele im Rückblick für euch zusammengefasst.

HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg vs. THW Kiel 2 (Endergebnis: 29:30 | HZ: 12:16): Sieg in letzter Sekunden - Kiel ärgster Verfolger. Das hatte man vor der Saison nicht geplant. Jetzt wird es langsam konkret. Sind die Mannen vom THW Kiel 2 die dritte starke Kraft in der Oberliga. Mit aktuell sechs Punkten Rückstand auf den Tabellenzweiten von der Ostsee hat man zwar noch einen sicheren Abstand, kann es aber schnell gehen. Im Spiel gegen den Oberligaaufsteiger aus Schülp war man bis drei Minuten vor Spielende zu jeder Zeit in Führung. Dann jedoch kamen die Hausherren nochmal ran und die Partie wurde nochmal spannend. Erst Sekunden vor dem Abpfiff gelang den Gästen der verdiente Siegtreffer. "Wir standen von Anfang an gut in der Abwehr, mit einem guten Torhüter. Konnten vorne immer wieder Chancen erspielen. Drei Sekunden vor Ende gelang uns über das gesamte Spiel gesehen, der verdiente Siegtreffer", berichtete der THW-Trainer Dennis Olbert glücklich gegenüber SPRUNGWURF.TV.

TSV Hürup vs. Preetzer TSV (Endergebnis: 26:18 | HZ: 10:7): Preetz bricht zusammen - Hüruper mit starker Mannschaftsleistung. Vor gut gefüllten Zuschauerrängen war es ein Spiel auf Augenhöhe. Zumindest in der ersten Halbzeit. So gelang es keiner Mannschaft sich entscheidend abzusetzen. Erst zum Ende des ersten Durchgangs gab es einen Bruch im Spiel der Schusterjungs, welchen die Hüruper eiskalt ausnutzten. In der zweiten Hälfte dann scheiterte der PTSV an sich selbst. Die Abwehrleistung ließ zu wünschen übrig und im Angriff wurden die einfachsten Einwurfmöglichkeiten kläglich liegen gelassen. Glücklicher Nutzer waren die Hausherren, die so zu einfachen Toren kamen und am Ende völlig verdient mit 26:18 gewinnen konnten. Brenzlich wird es jetzt für die Schusterjungs. Ist man nur noch vier Punkte vor dem ersten Abstiegsplatz und muss dringend aus dem Abwärtsstrudel kommen. "Zu Beginn kämpften zwei gleichwertige Mannschaften mit sehr starken Torhütern auf beiden Seiten verbissen gegeneinander. Im Laufe des Spiels konnten wir unsere aggressive  Deckungsarbeit aufrechterhalten und sogar steigern, während dies Preetz zunehmend verunsicherte. Nach 45 Minuten war das Spiel mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung für uns entschieden. Wir freuen uns über einen sehr wichtigen Sieg, der die Tabelle zunächst in eine untere und eine obere Hälfte teilt", so TSV-Trainer Christian Lutter gegenüber SPRUNGWURF.TV.

TuS Esingen vs. SG Hamburg-Nord (Endergebnis: 27:21 | HZ: 12:12): Esingen cleverer - Hamburg-Nord mit schmerzlicher Niederlage. Vor knapp 100 Zuschauern war es ein Spiel auf Augenhöhe. Bis zur Halbzeitpause konnte sich keine Mannschaft großartig absetzen. Erst nach dem Seitenwechsel gelang es den Hausherren einen Zwischenspurt einzulegen und diesen bis zum Abpfiff beizubehalten. Am Ende war es ein sehr wichtiger Sieg, im Kampf um den Klassenerhalt. Hat man nur noch vier Punkte Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz. "Das könnte bei Punktgleichheit am Serienende noch eine Rolle spielen. Ich habe schon beim Training gespürt, dass die Jungs noch mehr bei der Sache waren, als bei den schon guten Einheiten zuvor. Und diese Moral hat die Mannschaft dann auch im Spiel gezeigt. Vor der Pause haben wir natürlich einige klare Chancen liegen gelassen. Aber mit der Einstellung ist der Klassenerhalt auf jeden Fall noch drin", so Till Krügel gegenüber dem "Pinneberger Tageblatt". Für die Hamburger wird es indes weiter eng. Hat man lediglich nur noch fünf Punkte Vorsprung vor den Abstiegsrängen. Gleichzeitig kann die Niederlage noch ausschlaggebend am Saisonende werden. War das doch ein Duell zweier direkter Konkurrenten.

FC St. Pauli vs. HG Hamburg-Barmbek (Endergebnis: 28:29 | HZ: 14:14): Kiezsieg – Barmbek weiter ungeschlagen. Den bislang ungeschlagenen Tabellenführer gelang es den Kiezhandballern bis zum Spielende einen heißen Fight zu bieten. Schlecht ins Spiel kamen die Barmbeker ohne die geliebte Backe. Viele Bälle wurden in der Anfangsphase nicht an den Mann gebracht und harmlose Würfe auf das Tor fanden nicht ihr Ziel. So war es kein Wunder, dass die Hausherren das Spiel von Beginn an bestimmten. Es dauerte bis zur 21.Minute beim Stand von 9:9 bis die Gäste ausgleichen konnten. Beide Mannschaften trennten sich 14:14 zur Halbzeitpause in die Kabine und starteten auf Augenhöhe in den zweiten Abschnitt. Die Gastgeber ging wieder in Front und es dauerte bis zur 39.Minuten bis die Barmbeker erstmals mit 19:18 in Führung gehen konnten. Ein packendes Spiel entwickelte sich in der Folge und erst kurz vor Spielende erzielte der Tabellenführer den Siegtreffer zum 29:28. "Das war das erwartet schwere Spiel. Zwei Big-Points im Sack. Wir hatten uns akribisch auf eine zähe, weil backefreie Partie vorbereitet. Es ist ein ungewohntes Spiel, dass man aber annehmen muss, sonst geht man hier unter. Birdy, Rune und Kretzsche gingen auch noch angeschlagen in die Partie. Die Schieris pfiffen ihr eigenes Spiel. Eine enge Partie. Ein Lob an meine Mannschaft, dass sie diese Big Points eingesammelt hat", ein sichtlich erleichterter HG-Trainer Holger Bockelmann gegenüber SPRUNGWURF.TV.

HSG Ostsee N/G vs. VfL Bad Schwartau U23 (Endergebnis: 37:30 | HZ: 22:15): Ostsee verdienter Derbysieger - Schwartau hadert mit eigener Abwehrtaktik. Den besseren Start in das Ostsee-Derby hatten die Mannen der HSG. Mit einem deutlichen Matchplan und einem treffsicheren Kim Colin Reiter mit insgesamt 13 Toren, waren der Garant für den deutlichen Heimsieg. Obwohl der VfL gut eingestellt und mit einem klaren Konzept die kurze Reise Richtung Ostsee angetreten haben, mussten man eine deutliche Heimniederlage hinnehmen. Die U23 agierte in der ersten Halbzeit zu ängstlich und hat mit zu viel Respekt im Angriff gespielt. Die sonst so gefährliche linke Rückraumseite konnte nicht an das gewohnte Niveau kratzen. Im zweiten Durchgang ließ die HSG nochmals ein wenig nach und so gelang es dem VfL auf drei Tore zu verkürzen. Am Ende war es dann das von allen erwartete Ergebnis. "Die Höhe der Niederlage nehme ich ganz klar auf meine Kappe. Meine Abwehrtaktik hat in diesem Spiel nicht so funktioniert, wie besprochen und trainiert. Dadurch hat Ostsee das Spiel in der ersten Hälfte bereits deutlich für sich entscheiden können. In der zweiten Hälfte haben meine Jungs gezeigt, dass mit mehr Mut im Angriff Einiges möglich gewesen wäre", so VfL-Trainer Thomas Steinkrauß gegenüber SPRUNGWURF.TV. Mit dem zwölften Sieg in dieser Saison bleibt die HSG weiterhin ärgster Verfolger der HG Hamburg-Barmbek. Für Schwartau bedeutet die Niederlage trotzdem noch ein kleines Polster auf die Abstiegsränge zu haben. Hat man noch vier Punkte Vorsprung.

TV Fischbek vs. MTV Herzhorn (Endergebnis: 25:26 | HZ: 13:13): Fischbek kassiert unglückliche Niederlage - Herzhorn mit Lucky Punch. Es sollten die nächsten zwei Punkte werden, am bitteren Ende wurde es aber kein einziger. Das erste Rückrundenspiel gegen den MTV Herzhorn verloren die Oberligahandballer des TV Fischbek ganz knapp mit 25:26. Optimaler hätten die Bedingungen des vergangenen Spieltages kaum sein können. Zwar siegte Abstiegskonkurrent TuS Esingen gegen die SG Hamburg-Nord, aber dadurch blieben die Hamburger auch noch in Griffweite der Fischbeker. Preetz unterlag beim TSV Hürup und konnte somit auch keinen Sprung weg vom TV Fischbek machen. Die Fischbeker mussten zwar aus gesundheitlichen Gründen auf Trainer Roman Judycki verzichten. Trotz allem hatten sie aber zuletzt eine positive Serie hingelegt, wogegen Herzhorn aus sechs Spielen nur zwei Punkte holen konnte. Nach dem Unentschieden zum Saisonstart bei Herzhorn, sollten nun am Samstag in der Arena die nächhsten beiden Punkte eingefahren werden. Und der Wille zum Sieg war da. Marcel Kahns brachte den TVF mit seinem Treffer in die 1:0-Führung. Beide Mannschaften waren gleich auf und wussten, dass in diesem Spiel alles möglich war. So zog Herzhorn auch immer wieder nach, wenn Fischbek ein Tor vorlegte. Nach knapp zehn Minuten verlief die Partie dann erstmal zu Gunsten der Fischbeker. Beim Stand von 3:3 verschafften sie sich durch die Tore von Shohei Sasaki, Aron Karschny und Marek Struß mit 6:3 ein kleines Polster. Dann jedoch drehte Herzhorn den Spieß um und als der TV Fischbek nach 20 Minuten auf einmal mit 7:8 hinten lag, nahm Co-Trainer Marius Kabuse eine Auszeit. Nun waren beide Mannschaften wieder auf Augenhöhe. Die Fischbeker jedoch standen in der Abwehr kompakt genug, sodass Herzhorn keinen Weg finden konnte und die Unparteiischen mehrfach Zeitspiel anzeigten. Schließlich war es Tim Latendorf, der wenige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff für den TV Fischbek den Ausgleichstreffer zum 13:13 erzielte. Die zweite Halbzeit blieb der reinste Krimi. Zunächst hatten die Fischbeker die Nase immer vorn und Herzhorn musste hinterherziehen. Ab der 40. Minute drehte sich das Blatt dann zumindest in der Form, dass die Gäste ein bis zwei Tore vorlegten, der TV Fischbek aber immer wieder aufholte. Die Spannung in der Arena stieg mit jeder Minute und fand ihren Höhepunkt dann in den letzten fünf Minuten. Kiselev hatte für den Gastgeber den 23:24-Anschlusstreffer erzielt, als Iven Pfeifers vom MTV für seine Abwehraktion eine Zeitstrafe erhielt. Fischbek war dementsprechend im Vorteil, konnte die Überzahlsituation aber nicht ausnutzen. Stattdessen wurde Herzhorn ein Siebenmeter zugesprochen, den Theo Boltzen auch erfolgreich verwandelte. In der 58. Minute wurde dann Tim Beier für zwei Minuten auf die Fischbeker Bank verbannt. Eine halbe Minute später verkürzte Marcel Kahns auf 24:25. Herzhorn wollte schnell den Abstand wieder vergrößern und bekam in der 59. Minute erneut einen Strafwurf zugesprochen. Dieses Mal scheiterte Boltzen jedoch an Fischbeks Torhüter Simon Behrens. 45 Sekunden vor Schluss gleichte Kiselev zum 25:25 aus und Herzhorns Trainer Manfred Kuhnke nahm 30 Sekunden vor Spielende eine Auszeit. Beim anschließend ausgeführten Angriff konnte seine Mannschaft dann zwar kein Tor erzielen, dafür erhielt Jan Niclas Kessler eine Zeitstrafe. Beim anschließend ausgeführten Angriff erhielt Tim Beier wenige Sekunden vor dem Abfiff die rote Karte. Dies entschieden die Schiedsrichter nach einer kurzen Beratung. Sie hatten darin ein taktisches Foul gesehen, den Fischbeker bestraft und zum Siebenmeterstrich gezeigt. Die Fans waren von dieser Entscheidung alles andere als begeistert und es waren „Schieber! Schieber!"-Rufe zu hören. Die Entscheidung der Schiedsrichter stand und Birger Dittmer brachte nach seinem Treffer die Gäste wieder in Führung. Kabuse reichte umgehend die grüne Karte ein, um noch einen letzten schnellen Spielzug angeben zu können. Letzten Endes reichten die zwei Sekunden aber nicht mehr aus und der TV Fischbek musste sich somit bitter geschlagen geben. (bereitgestellt vom TV Fischbek)

SG WIFT Neumünster vs. HT Norderstedt (Endergebnis: 35:26 | HZ: 15:12): WIFT mit deutlichem Heimsieg - Norderstedt mit nächster Niederlage. Den Start haben die Hausherren komplett verschlafen. Erst beim Stand von 0:6 (9.Minute) wachten die Neumünsteraner auf und es ging ein Ruck durch die Mannschaft. Fortan dauerte es bis zur 14.Minute bis man zum 6:6 ausgleichen konnte. In der Folge gaben die Favoriten die Führung nicht mehr her und siegten am Ende mit 35:26. WIFT ist durch den Sieg auf dem fünften Tabellenplatz und hat den Kontakt zum Tabellendritten aus Kiel wiederhergestellt. Langsam eng wird es für die Norderstedter. Ist man als Oberligaaufsteiger jetzt Tabellenletzter und hat sechs Punkte Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz.

Nachtrag: Das Statement von Trainer Christian Lutter des TSV Hürups wurde nachträglich eingefügt.


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