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Oberliga HH/S-H (Herren): Der 15.Spieltag im Rückblick (Saison 2016/2017)

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06.02.2017 - 20:45 | Quelle: sprungwurf.tv

Hamburg/Schleswig-Holstein – Sensationssieg in der Marmeladenstadt. Gegen einen angeschlagenen Gegner aus Hürup gelang es der U23 des VfL Bad Schwartau einen wichtigen Sieg am 15.Spieltag in der Oberliga HH/S-H der Herren. Weiter oben an der Tabellenspitze spazieren Barmbek und Ostsee davon. Einen wichtigen Heimsieg gelang den Schusterjungs aus Preetz gegen den Kiezklub. Wir haben alle Spiele im Rückblick für euch zusammengefasst.

MTV Herzhorn vs. TuS Esingen (Endergebnis: 24:22 | HZ: 13:13): Fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen - Herzhorn siegt im Nachbarschaftsduell. Fast hätte es geklappt. Esingen hätte nach einer guten Partie einen Punkt verdient gehabt, aber den Sack nicht zu machen können. So musste man am Ende das Spielfeld als Verlierer verlassen. Bis zur 51.Minute beim Stand von 20:20 war der TuS noch einmal dran. Dann jedoch mischten sich die Schiedsrichter zu Gunsten der Hausherren ein und pfiffen den Siebenmeter von Daniel Günter ab sowie gaben gegen den Ersatzspieler Tom Schmitt eine Zeitstrafe. Grund sei hier angeblich eine provozierende Geste des TuS-Spielers gewesen. Daraus resultierend erzielten die Mannen vom MTV drei Tore in Folge und setzten sich entscheidend auf 23:20 (56.Minute) ab. Am Ende siegten die Hausherren mit 24:22. "Wir haben in der zweiten Hälfte sogar noch besser gedeckt als im ersten Durchgang - aber wir haben im Angriff einige Chancen liegen gelassen und uns zu viele technische Fehler geleistet. Eine Remis wäre mindestens verdient gewesen", so Claas-Peter Schütt gegenüber den "Uetersener Nachrichten". Durch den Sieg hält Herzhorn den Kontakt zum oberen Tabellenmittelfeld. Esingen hingegen bleibt weiter in der Abstiegszone stecken und hat verpasst, den Abstand zur SG Hamburg-Nord zu verringern.

THW Kiel 2 vs. TV Fischbek (Endergebnis: 34:21 | HZ: 14:13): Kiel bleibt oben dran - Fischbek dümpelt weiter. Am vergangenen Samstag mussten die Oberligahandballer des TV Fischbek sich bei der zweiten Mannschaft des THW Kiel deutlich geschlagen geben. Sie unterlagen dem Bundesliganachwuchs mit 21:34, wobei es zur Halbzeit bei einem Stand von nur 13:14 fast schon nach einer Sensation roch. Trainer Roman Judycki musste mit Jan-Malte Augustin, Tim Beier, Marius Kabuse und Aron Karschny verzichten. Vor allem Kabuse wird der Mannschaft länger nicht zur Verfügung stehen, da er sich im vorigen Spiel gegen den MTV Herzhorn einen doppelten Bänderriss zugezogen hatte. Die Fischbeker hatten den Anwurf und konnten ihn durch Julian Junack auch erfolgreich abschließen. Ihr Abwehrblock stand und gab die Chance zum Tempogegenstoß, den Shohei Sasaki jedoch vergab. Kiel brauchte fast zweieinhalb Minuten, bis sie das erste Mal den Ball in das Fischbeker Tor bringen konnten. Sie erzielten dann auch den Treffer zum 2:1, aber der TV Fischbek steckte nicht auf. Im Gegenteil: durch die Tore von Marcel Kahns, Julian Junack und Marek Struß waren die Gäste auf einmal wieder die führende Mannschaft. Kiel war zu dieser Zeit nicht so stark, wie es die aktuelle Platzierung der beiden Teams es hätte vermuten lassen können. Fischbek behielt die Oberhand und Kiel konnte nur versuchen, immer gleichauf zu ziehen. „Die ersten 15 Minuten waren wir sehr konzentriert und haben wenig Tempogegenstöße zugelassen", sagte Judycki. „Und das ist die stärkste Waffe der Kieler". So hatten sich die Fischbeker mehrfach einen Vorsprung von drei Toren erspielen können. In der 17. Minute jedoch hatte Kiel dann durch den Treffer von Julius Noack erstmals wieder die Nase vorn und blieb auch im Vorteil. Der TV Fischbek hielt aber nachwievor mit. Kahns erzielte dann das letzte Tor vor dem Halbzeitpfiff und erreichte damit den 13:14 Anschluss. „Das Spiel verlief in der ersten Halbzeit auf Augenhöhe" fasste Judycki die erste Halbzeit zusammen. Nach dem Wiederanpfiff waren die Gäste überhaupt nicht mehr wiederzuerkennen und Kiel machte den großen Tabellenabstand zu den Fischbekern deutlich. Im Angriff gelang dem TV Fischbek fast gar nichts mehr. „Wir wollten nach der Pause zu schnell abschließen bzw. den entsprechenden Pass spielen und wurden dafür gleich bestraft" so Judycki. Innerhalb einer Viertelstunde brachte seine Mannschaft nur dreimal das Runde ins Eckige. Kiel dagegen schloss souverän an und führte entsprechend mit 27:16. In der letzten Viertelstunde hielt der TV Fischbek dann zwar nochmal etwas stärker gegen, aber letzten Endes war das Spiel dann schon gelaufen gewesen und es konnte nur noch etwas für die Kosmetik getan werden. „Wir sind schon in der Lage, mit den Besten mitzuhalten", weiß Judycki. „Wir müssen allerdings längeren Atem zeigen". (bereitgestellt vom TV Fischbek)

SG Hamburg-Nord vs. SG WIFT Neumünster (Endergebnis: 24:29 | HZ: 8:11): WIFT jetzt Vieter - Hamburg-Nord rutscht ab. Mit einem stark angeschlagenem Kader haben sich die Hausherren achtbar aus der Affäre gezogen. Noch in der ersten Halbzeit konnten die Hamburger gut mithalten. Nach dem Seitenwechsel dann aber der Bruch. WIFT konnte zum Teil auf bis zu elf Tore davonziehen und siegte am Ende verdient mit 29:24.

HG Hamburg-Barmbek vs. HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg (Endergebnis: 30:23 | HZ: 12:11): Barmbek mit Arbeitssieg - Schülp mit Kampf. Welch eine Bilanz der Barmbeker. Gegen den Aufsteiger aus Schülp konnte man mit einem Arbeitssieg den dreizehnten Sieg in dieser Saison einfahren. Damit bleibt die HG weiter auf Meistertitelkurs und leistet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der HSG Ostsee N/G. Gut ins Spiel kamen die Hausherren und gingen schnell mit 5:1 in Führung. Die Defensive stand kompakt und auch im Angriff fand man seine Einwurfmöglichkeiten. Nach knapp zwanzig Minuten gab es eine Wende. Die Mannen der HSG fanden immer besser ins Spiel und konnten kurz vor der Halbzeitpause zum 11:11 ausgleichen. Nach dem Seitenwechsel gelang es den Barmbekern das Spiel schnell zu entscheiden. Konnte man sich bis zur 45.Minute auf 22:16 absetzen und diesen Abstand konstant halten. Am Ende sprang ein verdienter 30:23-Arbeitssieg heraus. Schülp steht nach der Niederlage auf dem zehnten Tabellenplatz und hat fünf Punkte Vorsprung auf die Nichtabstiegszone. "Ein Arbeitssieg, den wir mit einer guten Defensivarbeit und viel Geduld eingefahren haben. Erste Halbzeit konnten wir unsere Überlegenheit leider nicht ins Ergebnis bringen. Die zweite Hälfte wurde dann geduldig und souverän gespielt. Ohne Rune Hanisch und Jonas Fischer mussten wir unser gebundenes Spiel taktisch etwas verändern. Hendrik Meyn machte auf Rückraumrechts ein sehr gutes Spiel. Der große Kader scheint sich jetzt auszuzahlen", so HG-Trainer Holger Bockelmann gegenüber SPRUNGWURF.TV.

HT Norderstedt vs. HSG Ostsee N/G (Endergebnis: 23:33 | HZ: /:/): Ostsee weiter oben dabei - Norderstedt langsam abgeschlagen. Am Sonntag gab es einen ungefährdeten Auswärtssieg in der Handball-Oberliga HH /SH für die HSG Ostsee Neustadt/Grömitz gegen HT Norderstedt mit 33:23 (19:10-Toren). Nach einem anfänglichem Abtasten zog die Truppe von Trainer Thomas Knorr, ohne ihr ganzes Können zeigen zu müssen, uneinholbar über 5:3 und  12:9 auf 19:10 zur Halbzeitpause davon. Im Gefühl des sicheren Sieges schaltete die Mannschaft einen Gang zurück und ließ nichts mehr anbrennen. "Pflichtaufgabe erfüllt !", hieß es nach Spielende im HSG-Lager.

Preetzer TSV vs. FC St. Pauli (Endergebnis: 32:26 | HZ: 17:15): Preetz legt Fluch ab - Pauli hält zu Anfang gut mit. Vor knapp 181 Zuschauern spielten die Schusterjungs groß auf. Von Anfang an zeigten die Hausherren eine couragierte Leistung und konnten zusammen mit ihren Fans im Rücken ein Feuerwerk abbrennen. Bis zur Halbzeitpause gelang es den Kiezhandballern eng dran zu bleiben und gingen nur mit einem 2-Tore-Rückstand in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel drehten die Preetzer dann auf. Mit einem überragenden Andreas Koll im Tor sowie den beiden besten Torschützen Ingo Schmalz und Luca Fabrizio (je 7 Tore) wussten die Hausherren sich immer besser in Szene zu setzen. Über ein 25:19 (44.Minute) und 30:24 (57.Minute) fuhren die Schusterjungs einen sehr wichtigen Sieg (32:26) im Kampf um den Klassenerhalt ein. Für Pauli bedeutet es gleichzeitig einen kleinen Dämpfer hinnehmen zu müssen. Liegen sie nun drei Punkte hinter den Kielern auf dem dritten Tabellenplatz. Preetz klettert durch den Sieg auf den achten Tabellenplatz und konnte den Abstand zu den Abstiegsrängen auf sechs Punkte vergrößern.

VfL Bad Schwartau U23 vs. TSV Hürup (Endergebnis: 29:24 | HZ: 17:11): Schwartau gelingt Sensation - Hürup mit unerwarteter Niederlage. Von Beginn an stand die Defensive der Hausherren. Gegen einen dezimierten und angeschlagenen Gast aus Hürup gelang es dem VfL gleich zu zeigen, wer "Herr im Hause" ist. Dies war der Grundstein für einen nie gefährdeten Sieg der Marmeladenstädter. Bis zur Halbzeitpause gelang es die Führung auf 17:11 auszubauen und den Schwung mit in die zweite Halbzeit zu nehmen. Einzig die Schwächephase Anfang der zweiten Halbzeit brachte kurze Unruhe, hatte aber keine großen Auswirkungen. Zwar gelang es Hürup auf 18:20 (41.Minute) zu verkürzen, konnten die Mannen von VfL-Trainer Thomas Steinkrauß das Zepter wieder übernehmen und über den Zwischenstand von 25:20 einen ungefährdeten 29:24-Heimsieg einfahren. "Der Sieg geht in Ordnung und war zu keiner Zeit in Gefahr. Es war eine geschlossene Teamleistung, wo sich, bis auf unseren Neuzugang Svend Ranke, alle Spiele in die Torschützenliste eingetragen haben. Leider haben wir aber auch heute wieder einige klare Chancen liegen gelassen. Mit ein wenig mehr Cleverness beim Abschluss, gewinnen wir den direkten Vergleich gegen den TSV. Mit der Abwehrarbeit war ich zufrieden. Lediglich Niels Jensen hat uns Probleme bereitet. Da stimmte die Abstimmung im Mittelblock nicht. Im großen und ganzen haben meine Jungs aber ein gutes Spiel gemacht  und verdient gewonnen", so VfL-Trainer Thomas Steinkrauß gegenüber SPRUNGWURF.TV. Schwartau gelingt durch den Sieg ein Polster von neun Punkten zu den Abstiegsrängen aufzubauen. Hürup hingegen verpasst es, den Kontakt zu den vorderen Tabellenrängen zu halten und steckt nun im Tabellenmittelfeld.


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