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Oberliga HH/S-H (Herren): Der 17.Spieltag im Rückblick (Saison 2016/2017)

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20.02.2017 - 16:00 | Quelle: sprungwurf.tv

Hamburg/Schleswig-Holstein – Nur eine Halbzeit Spitzenspiel in Neumünster. Am Ende war der Unterschied zwischen Ostsee und WIFT zu groß. Somit bleibt die HSG weiterhin ärgster Verfolger der Barmbek, die selber nur knapp einer Sensation entgingen. Esingen schrammte ganz knapp an einen unerwartenden Auswärtserfolg, mussten aber dann doch eine Niederlage hinnehmen. Wir haben alle Spiele im Rückblick für euch zusammengefasst.

THW Kiel 2 vs. TuS Esingen (Endergebnis: 28:27 | HZ: 14:17): Kiel mit Dusel-Sieg - Esingen vergibt Chance. Da haben die Kieler noch einmal Glück gehabt. Erst in der letzten Minute machten die Landeshauptstädter den Heimsieg perfekt. Bis zur Halbzeitpause allerdings lag man im Hintertreffen. Auch aus diesem Grund wechselte die Abwehrformation der Kieler und fortan wurde mit einer 6:0-Deckung versucht mehr Stabilität zu erlangen. Dies gelang auch und man konnte innerhalb weniger Minuten die Führung zum 18:17 erspielen. Bis zum Spielende war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem das glücklichere Ende beim THW war. Am Ende sprang ein 28:27-Sieg für den THW heraus. Esingen hatte sogar kurz vor Schluss noch die Chance zum Ausgleich, nutzten diese jedoch nicht. "Die Gäste aus Esingen haben uns alles abverlangt. Nach einer schlechten Abwehrleistung mussten wir mit einem 17:14-Rückstand in die Puase. Nach der Pause konnten wir durch einen Zwischenspurt in Führung gehen. Leider haben wir es verpasst uns weiter abzusetzen. Am Ende haben wir den Gästen zwei mal die Chance zum Ausgleich gegeben. Die letzte Minute haben wir dann so gut verteidigt und konnten so 28:27 gewinnen. Esingen zeigte aber ihren Aufwärtstrend. Ein schweres Spiel, die Punkte blieben Gott sei Dank in Kiel", ein sichtlich erleichterte THW-Trainer Dennis Olbert gegenüber SPRUNGWURF.TV. Esingen hat trotz der Niederlage nur drei Punkte Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Mit der gezeigten Leistung ist der Klassenerhalt nicht mehr weit entfernt.

SG Hamburg-Nord vs. TSV Hürup (Endergebnis: 23:28 | HZ: 14:15): Hürup siegt Dank Mannschaftsleistung - Hamburg-Nord mit schwacher Leistung. "Gescheitert sind wir mal wieder an unserer mangelnden Chancenverwertung. Leider fehlte uns das Abschlussglück", so SG-Co-Trainer Andreas Lindholm gegenüber SPRUNGWURF.TV. Mit gerade einmal zwei Auswechselspielern ist der Gast aus dem hohen Norden die Reise nach Hamburg angetreten. Ohne ihrem Trainer Adrian Wagner tat sich die SG schwer. Zu häufig scheiterte man an der gut aufgelegten 6:0-Deckung sowie an Torhüter Noah Jessen. So war es bis zur Halbzeitpause ein ausgeglichenes Spiel, in der die Hüruper mit 15:14 in die Kabine gingen. Nach dem Seitenwechsel war der TSV erfolgreicher und konnte sich zwischenzeitlich auf 22:18 (50.Minute) absetzen. Noch einmal heran kamen die Hausherren jedoch nicht. Am Ende war es ein verdienter Auswärtserfolg für die Nordlichter, bei der beide Torhüter gut aufgelegt waren. "Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und kleinem Kader haben wir das Auswärtsspiel in Hamburg relativ sicher gewinnen können. An unserer bissigen 6:0 Deckung mit einem starken Lars Ole Woldt im Mittelblock blieben die Hamburger Spieler immer wieder hängen oder scheiterten an dem gut aufgelegten Noah Jessen im Tor", so TSV-Trainer Christian Lutter gegenüber SPRUNGWURF.TV. 

HG Hamburg-Barmbek vs. MTV Herzhorn (Endergebnis: 23:22 | HZ: 13:10): Herzhorn schrammt an Sensation - Barmbek mit dreckigem Sieg. So etwas muss es auch mal geben. Nicht ganz überzeugt und dennoch gewonnen. "Wir wussten, dass die Hamburger in der Abwehr stark sind und wir aber auch", hatte sich MTV-Betreuer Thorsten Nagel gegenüber der "Landeszeitung" einiges ausgerechnet. Das es so fast gekommen wäre, hatte man dann doch nicht gerechnet. Barmbek fabrizierte zu viele Fehler in der Vorwärtsbewegung. Dennoch erwischten die Hamburger den besseren Start und zogen über 5:2 (12.Minute) und 10:5 (20.Minute) auf 13:10 in die Halbzeitpause davon. Im zweiten Durchgang dann aber nahmen die Gäste den bis dato gut aufspielenden Dennis Tretow in eine Manndeckung. Dies brachte die HG aus dem Konzept und die Herzhorn wusste bis zum Spielende die Partie ausgeglichen zu gestalten. Knapp eine Minute vor Abpfiff war das Spiel entschieden. Barmbek führte mit 23:21 und musste lediglich kurz vor Ende den Anschluss zum 23:22 hinnehmen. Durch den Sieg rangieren die Barmbeker weiterhin ganz oben und haben die Meisterschaft fest im Blick. "Herzhorn hat uns heute alles abverlangt. Wir haben zuviele Fehler nach bereits gewonnenen Bällen in der Vorwärtsbewegung gemacht. Das hat mich sehr geärgert. Unser gutes Abwehrspiel wurde nicht belohnt. Die Zeitspielregel wurde sehr eigenwillig pro Herzhorn ausgelegt. Egal, wir müssen uns an die eigene Nase fassen und einfach konsequenter und zielstrebiger spielen. Ein dreckiger Sieg, den wir auch mal gerne mitnehmen", ein sichtlich ausgepowerter HG-Trainer Holger Bockelmann gegenüber SPRUNGWURF.TV. Trotz der Niederlage kann man aus Sicht des MTV positiv in die kommenden Spiele gehen. Hält man mit dieser Leistung auf jeden Fall die Klasse.

SG WIFT Neumünster vs. HSG Ostsee N/G (Endergebnis: 26:33 | HZ: 14:14): Ostsee dominierte klar - WIFT chancenlos. Bis zur Halbzeitpause waren die Hausherren auf Augenhöhe. Hätten sogar mit einer Führung in die Kabine gehen können. Doch die 10:6-Führung in der 20.Minute konnte nicht gehalten werden. Waren die Mannen von der Ostsee zu engagiert und konnten sogar eine Minute vor dem Halbzeitpfiff in Führung gehen. Mit dem Halbzeitpfiff glich Fridtjof Koslowski zum 14:14 aus. Nach dem Seitenwechsel war die Messe gelesen. Ostsee zog davon und konnte die Unkonzentriertheiten der SG eiskalt ausnutzen. So führte man acht Minuten vor Spielende mit 30:20. HSG-Trainer Knorr wechselte in der Folge munter durch, was den Spielfluss sowie die Spieldominanz einen kleinen Abbruch nach sich zog. Trotzdem konnte man souverän die Partie zu Ende bringen und siegte völlig verdient mit 33:26. Somit ist die HSG weiterhin ärgster Verfolger. "Die 5:1-Deckung hat genauso funktioniert, wie wir es uns vorgestellt haben", so WIFT-Trainer Michael Haß gegenüber den "Kieler Nachrichten". Das Spiel in voller Länge im Re-LIVE gibt es ab sofort auf unserem YouTube-Kanal. Der Spielbericht folgt in den kommenden Tagen.

VfL Bad Schwartau U23 vs. HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg (Endergebnis: 31:31 | HZ: 17:17): Steinkrauß unzufrieden - Gerechtes Unentschieden. "Wir wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen. Leider haben wir über sechzig Minuten keine gute Abwehrleistung abgerufen. 31 Gegentore sind zu viel. Vor allem mein Mittelblock zeigt nicht das, was er kann. Da haben wir seit drei Spielen Abstimmungsprobleme, die wir lösen müssen. Mit etwas mehr Cleverness machen wir das ein oder andere Tor noch mehr. Am Ende, denke ich, war es ein gerechtes Unentschieden. Ob ein Punkt gewonnen oder ein Punkt verloren, werden wir am Ende der Saison sehen", so VfL-Thomas Steinkrauß gegenüber SPRUNGWURF.TV. Das gesamte Spiel über war die Partie ausgeglichen. Keine der beiden Mannschaften konnte sich mal mehr als drei Tore absetzen und gingen mit einem 17:17 in die Pause. Nach dem Seitenwechsel war das Bild nicht anders. Die Führung wechselte Fortan hin und her. Erst kurz vor Spielende wurde das 31:31 erzielt, mit dem beide wohl gut leben können. Beide Teams haben aktuell noch einen sicheren Vorsprung vor den Abstiegsrängen, müssen jedoch schnell wichtige Punkte einsammeln.

HT Norderstedt vs. FC St. Pauli (Endergebnis: 22:27 | HZ: 15:14): Pauli gewinnt auswärts - Norderstedt wieder mit Niederlage. Mit der Niederlage zu Hause gegen den Kiezklub kassierte Oberligaaufsteiger insgesamt fünftzehnte Niederlage und hat sieben Punkte bis zu den Nichtabstiegsrängen. Pauli ist Dank des Sieges weiterhin auf dem vierten Tabellenplatz.

Preetzer TSV vs. TV Fischbek (Endergebnis: 26:22 | HZ: 17:9): Preetz souverän - Fischbek am Ende nochmal dran. Der Sieg war zu keiner Zeit gefährdet aus Sicht der Schusterjungs. Vor über 200 Zuschauern dominierten die Preetzer das wichtige 4-Punkte-Spiel gegen die Abstiegsgefährdeten Fischbeker. Lediglich erst nach einer großen Wechselarie durch PTSV-Trainer Dieter Eigemann kam Unruhe sowie ein Bruch in das Spiel der Hausherren. Deutlich wurde hier, dass weite Teile der Mannschaft bei der Konstellation nicht eingespielt waren. Am Ende zog Eigemann die Reißleine und wechselte das Stammpersonal, welches bis weit nach der ersten Halbzeit zusammen agierte, wieder ein. Aber auch das nutzte nicht viel und die Fischbeker kamen am Ende noch einmal heran. Groß gefährlich wurde es aber nicht mehr. Am Ende sprang ein souveräner 26:22-Sieg heraus. "Wir wollten uns heute nicht mit Ruhm bekleckern, sondern die zwei Punkte", so PTSV-Trainer Dieter Eigemann gegenüber den "Kieler Nachrichten". "Wir haben in der ersten Halbzeit etwa acht hundertprozentige Chancen gehabt, die wir nicht nutzen konnten. Wir haben in der zweiten Halbzeit effektiver abgeschlossen, sodass der Torhüter keine Chance hatte und waren auch über Tempogegenstöße erfolgreich. Aber wer in der Oberliga nur 30 Minuten spielt, wird am Ende des Spiels selten belohnt", so TV-Trainer Roman Judycki gegenüber SPRUNGWURF.TV.


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