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Oberliga HH/S-H (Herren): Der 20.Spieltag im Rückblick (Saison 2015/2016)

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01.03.2016 - 23:00 | Quelle: sprungwurf.tv

Hamburg/Schleswig-Holstein – HSV Hamburg am Rande einer Niederlage. Das wäre die Sensation am 20.Spieltag der Oberliga HH/S-H der Herren geworden. Doch am Ende siegte der Tabellenführer mit einem Tor gegen den TSV Hürup. Hatte es doch zusätzlich doch noch drei rote Karten gegeben. In den Freitagabendspielen gelang es jeweils der Heimmannschaft Siege einzufahren und sich wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt zu sichern. Schwartau schickte den Aufsteiger vom AMTV gleich mit sechs Toren nach Hause und die Kieler mussten eine ärgerliche Niederlage hinnehmen. Ebenfalls eng wurde es in Preetz. Gelang den Schusterjungs erst in den letzten Minuten die erste Führung im gesamten Spiel. Am Ende konnte man sich erfolgreich gegen den MTV aus Herzhorn durchsetzen. Wir haben alle Spiele im Rückblick zusammengefasst.

SG Hamburg-Nord 1 vs. THW Kiel 2 (Endergebnis: 23:22 | HZ: 11:12): Hamburg-Nord siegt vor voller Halle – Kiel mit zweiter Niederlage. Bereits am gestrigen Freitagabend begann der 20.Spieltag mit dem Spiel Hamburg-Nord gegen den Absteiger aus Kiel. Schlechter hätte man aus Sicht der SG nicht in das neue Jahr starten können. Kein einziges Spiel konnte bislang gewonnen werden. Musste man sage und schreibe sechs Niederlagen in Folge einstecken. Gestern wurde die harte Arbeit aber belohnt. Mit einem knappen 23:22 konnte man sich am Ende durchsetzen und den Kielern eine schmerzhafte Niederlage zufügen. Hätten die Kieler mit einem Sieg weiter in Richtung Tabellenplatz vier schauen können. Mit dem Sieg ist die SG vorerst vom letzten Tabellenplatz geklettert.

VfL Bad Schwartau 2 vs. AMTV Hamburg 1 (Endergebnis: 26:20 | HZ: 13:12): Schwartau unten raus – AMTV macht gute Bilanz kaputt. Mit der Verstärkung aus dem Zweitligakader der ersten Herrenmannschaft gelang es den Marmeladenstädtern zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt zu sichern. Trotz der guten Leistungen gegen den THW und den Tabellendritten Barmbek, spielte die junge VfL Mannschaft in der ersten Halbzeit sehr nervös. Bezeichnend: In den ersten zehn Minuten wurden im Angriff acht einfache Bälle weggeschmissen und die Gäste aus Hamburg zu einfachen Toren förmlich eingeladen. So musste der VfL von Beginn an einem Rückstand hinterherlaufen! Über eine wieder einmal starke Abwehr und einen sich von Minute zu Minute steigernden Marino Mallwitz im Tor, wurde das Spiel aber zur Halbzeit gedreht und der VfL ging mit einem 12:10 in die Halbzeit! In der Pause wurden die Fehler im Angriffsspiel deutlich angesprochen, taktische Änderungen besprochen und in aller Ruhe die Marschrichtung vorgegeben. Aber statt sich aus der guten Abwehr mit Tempospiel Tor um Tor abzusetzen, wurden die Gäste vom AMTV durch unkonzentrierte Abschlüsse im VfL-Angriff wieder ins Spiel gebracht. Aus einer Führung wurde ein Rückstand und es entwickelte sich aus Schwartauer Sicht, ein unnötig spannendes Spiel! In der 50. Minute stand es 19:19. Die VfL-Defensive, vor dem in der Zweiten Hälfte in Topform haltenden Marino Mallwitz, hatte die Gäste aus Hamburg nun bestens im Griff! Endlich wurden daraus auch einfache Tempotore erzielt und den Spielern von Gästetrainer Goran Stojanovic endgültig der Siegeswille genommen. Ein 7:1- Lauf Seitens der Schwartauer in den letzten 10 Minuten brachte die Entscheidung. „Unsere Abwehr ist seit Wochen überragend! Die Jungs setzen unsere taktischen Vorgaben um und geben bis zum Abpfiff Alles! Der Lohn sind wichtige Punkte für den Klassenerhalt!" Herausragend beim VfL wieder einmal Jasper Bruhn! Wie in den letzten beiden Bundesligaspielen schon zu sehen, hat Jasper seine Treffsicherheit zurück und ist für beide Männerteams des VfL eine beständige Größe geworden! Dazu eine taktisch gut agierende Abwehr, in Teamarbeit mit den gut aufgelegten Torhütern, die Basis für den Aufschwung der letzten Wochen“, so VfL-Trainer Mirko Baltic. Durch den Sieg gegen den AMTV Hamburg 1 kann man zumindest für einen Tag die Abstiegszone verlassen.

TSV Hürup 1 vs. HSV Hamburg (Endergebnis: 29:30 | HZ: 15:14): Hürup kurz vor Sensation – HSV mit viel Krampf. In einem hitzigen Spiel gelang es dem Tabellenführer aus Hamburg gerade so zwei wichtige Punkte einzusammeln. Von Beginn war die gewisse Würze im Spiel. Hürup schaffte frühzeitig sich mit ein, zwei Toren abzusetzen und zwang HSV-Trainer Jens Häusler zum wiederholten male in den vergangenen Spielen frühzeitig eine Auszeit zu nehmen. Beim Stand von 4:8 (12.Minute) aus Sicht der Hamburger musste nachjustiert werden. Fortan gelang es den Gästen besser ins Spiel zu finden und so ging man lediglich mit 14:15 in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel wurde es noch hitziger. Bereits nach fünf gespielten Minuten gab es gleich zwei mal eine rote Karte. Hatte TSV-Spieler Ötzmann im Gegenstoß Lasse Kohnagel sehr unsanft gestoppt und erhielt wie Kohnagel eine rote Karte, nachdem sich dieser mit einem Schubsen in Richtung TSV-Spieler revanchiert hatte. Keine zehn Minuten später dann die dritte und letzte rote Karte. Hat Woldt vom TSV Hürup nach einem groben Foul gegen seinen Gegenspieler ebenfalls unter die Dusche gemusst. „Die Luft in der vollen Halle konnte man schneiden“, so die Hamburger auf ihrer vereinseigenen Internetseite. Bis zur 50.Minute gelang es dem HSV Hamburg eine vier-Tore-Führung herauszuspielen. Doch die Rechnung hatten sie noch ohne die Hausherren gemacht. Mit großem Willen gelang ihnen in der 55.Minute der Ausgleich zum 27:27. Am Ende machten Finn Klang und Felix Mehrkens mit ihrer Treffsicherheit den Unterschied und Hamburg sicherte sich mit einem 30:29 zwei wichtige Punkte.

HG Hamburg-Barmbek 1 vs. TSV Ellerbek 1 (Endergebnis: 29:22 | HZ: 14:14): Mit neun Feldspielerin zum Erfolg – Ellerbek nicht in der Lage. Das hatte sich TSV-Trainer Martin Nisberger anders erhofft. „Alles was wir im Training besprochen hatten, ist so eingetroffen, aber wir waren nicht in der Lage, den Angriff des Gegners zu bekämpfen. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie zumindest phasenweise auch gegen ein Topteam der Oberliga Hamburg/SH bestehen kann. Warum wir in der zweiten Hälfte unsere erfolgreichen Abläufe im Aufbau nicht mehr gespielt haben, weiß ich nicht“, so TSV-Trainer Nirsberger gegenüber dem „Pinneberger Tageblatt“. Es entwickelte sich zum Start der Partie ein ausgeglichenes Spiel. Keine der Mannschaften konnte sich absetzen und so stand es nach sechszehn Minuten 8:8. Fortan stand die Abwehr der Gastgeber besser und die erspielten Chancen wurden genutzt. So dauerte es nicht lange und die Barmbeker führten in der 21.Minute mit 12:8. Über den Zwischenstand von 14:10 (25.Minute) gingen beide Mannschaften mit 14:14 in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel verlor Ellerbek den Faden und Barmbek konnte dies nutzen. So war es nicht verwunderlich, dass die HG schnell mit 20:14 führte und dies über die Zeit zum 29:22-Sieg rettete. „Das war ein wichtiger Sieg für uns. Es war kein schönes Spiel, aber das war auch nicht zu erwarten. Ellerbek kämpfte und wir hielten dagegen. Mit den ersten fünfzehn Minuten der zweiten Hälfte, in der wir lediglich einen Gegentreffer zuließen, bin ich sehr zufrieden. Eine starke Defensivleistung. Die Abstimmung zwischen der Abwehr und dem Keeper passte, obwohl uns heute nur neun Feldspieler zur Verfügung standen. Ich hoffe, das Lazarett lichtet sich bald wieder“, so HG-Trainer Holger Bockelmann gegenüber der vereinseigenen Internetseite.

TuS Esingen 1 vs. SG WIFT Neumünster 1 (Endergebnis: 22:33 | HZ: 13:15): Höhe der Niederlage unverdient – WIFT zieht am Ende weg. Das war so nicht geplant und trotzdem kann man einigermaßen zufrieden sein. Mit einer offensiven 3:2:1-Deckung starteten die Hausherren in die schwere Partie gegen die Bären aus Neumünster. So war der Rhythmus der SG gestört. Doch genützt hat es nichts. Hat man die Gegentore durch leichte Gegenstöße kassiert. Bis zur 45.Minute dauerte es bis die Neumünsteraner sich endlich absetzen konnten. Stand es zu dem Zeitpunkt lediglich 21:20 für die SG. Fortan gelang der TuS nicht mehr viel und die SG WIFT lief zum Sieg. Am Ende war man mit einem 33:22 mehr als erfolgreich. „Wir haben uns nicht für unsere gute Deckungsarbeit belohnt. Zu Beginn hätten wir uns durchaus absetzen können“, so TuS-Trainer Claas-Peter Schütt gegenüber dem „Pinneberger Tageblatt“. WIFT steht somit weiterhin an zweiter Stelle in der Tabelle und hat nun drei Punkte Vorsprung auf die Verfolger. Esingen hat nach der Niederlage nur noch drei Punkte Vorsprung vor den Abstiegsrängen und hat noch Luft zum hoffen. “Wir profitierte von unserer breiten Bank und den vielen verschiedenen Spielercharakteren in unserem Team. Viele Gegner sind hinter der ersten Sieben nicht so stark besetzt, als dass sie uns über 60 Minuten Paroli bieten könnten“, so SG-Trainer Peter Bente gegenüber dem „Holsteinischen Courier“.

FC St. Pauli 1 vs. TuS Lübeck 1893 1 (Endergebnis: 28:22 | HZ: 11:7): Pauli locker zum Sieg – Lübeck verliert nächstes 4-Punkte-Spiel. Mit einer schwachen Spielgestaltung und der daraus resultierenden Abschlussschwäche, ist der TuS in akuter Abstiegsgefahr. Rangiert man nur noch mit einem Punkt für der roten Zone. Anders bei den Kiezhandballern. Durch den Sieg ist man weiterhin oben dabei und ist Punktgleich mit der HG Hamburg-Barmbek. 

Preetzer TSV 1 vs. MTV Herzhorn 1 (Endergebnis: 23:21 | HZ: 12:13): Preetz mit Endspurt – Herzhorn ohne Punkte gen Heimat. Vor gut gefüllten Rängen mussten die Schusterjungs auf Thore Hehn und Ingo Schmalz verzichten. Doch auch trotz dieser beiden Ausfällen tat sich der PTSV schwer ins Spiel zukommen. Musste man dementsprechend ein 0:3 nach wenigen Minuten hinnehmen. Fand man einfach kein Mittel gegen die Rückraumspieler Theo Boltzen und Jannes Timm. Bis zur Halbzeitpause gelang es den Hausherren lediglich auf ein Tor zum 12:13 zu verkürzen. Im zweiten Durchgang war es das gleiche Bild. Herzhorn konnte Tor um Tor nachlegen und Preetz tat sich schwer. Dauerte es bis kurz vor Spielende, um die erste Führung zum 22:21 zu erzielen. Diese gaben sie auch nicht mehr her und so gewannen die Schusterjungs mit 23:21 am Ende. Mit dem Sieg klettern die Preetzer auf den sechsten Tabellenplatz und gehen mit einem Sieg in das Derby am kommenden Samstagabend gegen den THW Kiel 2. Herzhorn hingegen musste wieder einmal eine Niederlage hinnehmen und steht nun nur noch auf dem neunten Tabellenplatz.

 

Info: Der Spielbericht zum Spiel VfL Bad Schwartau 2 und AMTV Hamburg 1 wurde uns freundlicherweise vom VfL Bad Schwartau 2 zur Verfügung gestellt.


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