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Oberliga HH/S-H (Herren): Der 20.Spieltag im Rückblick (Saison 2016/2017)

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20.03.2017 - 16:45 | Quelle: sprungwurf.tv

Hamburg/Schleswig-Holstein – Abstiegsdrama in Hamburg. Durch die Niederlagen der im Tabellenkeller stehenden Hamburger Mannschaften am 20.Spieltag der Oberliga HH/S-H der Herren ist der Abstieg fast sicher. Einzig Fischbek und Esingen haben rechnerisch noch die Chancen auf den Klassenverbleib. Im Duell um die Meisterschaft haben die Mannen von der Ostsee sowie aus Barmbek zwei wichtige Siege einfahren können. Wir haben alle Spiele im Rückblick für euch zusammengefasst.

MTV Herzhorn vs. HT Norderstedt (Endergebnis: 29:24 | HZ: 12:13): Arbeitssieg für den MTV - Norderstedts Abstieg so gut wie besiegelt. Alles andere als ein Selbstläufer sollte es für den Gastgeber werden. Von Anfang an vermisste man den Einsatzwillen und die Bereitschaft in der Defensive den letzten Schritt zu machen. Bis zur 15.Minute dominierten die Hausherren die Partie und führten mit 6:3. In der Folge jedoch erarbeitetenden sich die Norderstedter mehr und mehr Lösungen, um den Gastgeber zu überwinden. So dauerte es bis zur 19.Minute und man glich zum 19:19 aus. Kurz vor der Halbzeitpause dann sogar noch eine Führung. So gingen beide Mannschaften mit einem 12:13 für die Gäste in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel sah man eine Veränderung. Muss MTV-Trainer Manfred Kuhnke klare Worte gefunden haben und seine Spieler richtig eingestellt haben. Zwar dauerte es einige Minuten, doch dann waren die Hausherren in der Spur. Beim Stand von 18:18 (45.Minute) dann die Wende. Herzhorn fasste sich ein Herzhorn und agierte fortan agiler. Bis zum Spielende konnte sich der MTV immer mehr absetzen und so einen wichtigen 29:24-Heimsieg einfahren. Für die Norderstedter bedeutet die Niederlage gleichzeitig auch den so gut wie sicheren Abstieg. Herzhorn hingegen hat nun vierzehn Punkte Vorsprung und den Klassenerhalt gesichert. Kann man nun endlich für die kommende Oberligasaison fest planen.

HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg vs. SG WIFT Neumünster (Endergebnis: 34:34 | HZ: 19:19): WIFT hechelt hinterher - Schülp gelingt kurz vor Schluss Ausgleichstreffer. Die Partie hatten die Hausherren schon so gut wie im Sack. Bereits in der 41.Minute lag man mit 27:21 in Führung. Doch in der Folge gab man das Spiel wieder aus der Hand. Trotz einer stetigen Dominanz der HSG, bei der die Bären knapp 32 Minuten hinterlaufen musste, hatten am Ende sogar die Gäste den Sieg in der eigenen Hand. Doch knapp vierzehn Sekunden vor Spielende erzielte Christian Cardis den Ausgleichstreffer für die HSG. Die im Anschluss von SG-Spielertrainer Yannik Stock gelegte grüne Karte half jedoch nicht mehr. Kam man nicht mehr zu einem freien Wurf. Am Ende trennten sich beide Mannschaften 34:34. Trotz lediglich nur neun Punkten Vorsprung ist der Klassenerhalt für die Schülper so gut wie sicher. Einzig rechnerisch besteht noch die Chance auf einen Abstiegsplatz zu rutschen.

TuS Esingen vs. TSV Hürup (Endergebnis: 24:27 | HZ: 13:12): Hürup froh über zwei Punkte - Esingen gibt Sieg aus der Hand. In der ersten Halbzeit sah der TuS wie der Sieger der Partie aus. Doch die Halbzeitführung von 13:12 konnte man nicht halten. Nach einem 7:9-Rückstand nach siebzehn Minuten gelang es der TuS durch drei Treffer in Folge die Partie zum 10:9 zu drehen. Aufmerksamer in der Defensive und eine bessere Chancenverwertung der Hausherren führte zu der Halbzeitführung. Doch im zweiten Durchgang lief es für die Esinger nicht optimal. Gelang es dem TSV fünf Tore am Stück und konnte fortan das Spiel von vorne leiten. Vor allem Ove Jensen auf Seiten der Gäste brachte den TuS ziemlich ins schwitzen. Mit insgesamt dreizehn Toren bezwang Jensen die Hausherren fast allein. Am Ende scheiterten die Esinger an seinen eigenen Chancen und mussten eine 24:27-Niederlage hinnehmen. "Das Spiel stand unter dem Vorzeichen der "letzten Chance für Esingen". Entsprechend verkrampft wurde das Spiel, allerdings von beiden Seiten, geführt. Wir konnten uns Anfang der zweiten Halbzeit etwas absetzen und gaben diese Führung auch nicht mehr ab. Aufgrund der personellen Probleme, die wir in diesem Jahr mit uns herum schleppen, zählen für uns nur die beiden Punkte. Die Moral stimmte, aber wir haben in dieser Saison schon besseren Handball gespielt", so TSV-Trainer Christian Lutter gegenüber SPRUNGWURF.TV. "In der zweiten Hälfte konnte man das Gefühl bekommen, dass wir nicht gewinnen sollten. Außerdem hätte ich mir in der Schlussphase gewünscht, dass das wiederholte Zeitspiel des Gegners zügig abgepfiffen worden wäre. Wir haben uns selbst genug Versäumnisse vorzuwerfen. In der Abwehr waren wir teilweise zu faul, um den letzten, entscheidenden Schritt zu machen. Wir haben Ove Jensen nicht entscheidend attackiert und unsere Torhüter haben sich nciht auf seine Würfe eingestellt", so TuS-Trainer Claas-Peter Schütt gegenüber den "Uetersener Nachricht".

HG Hamburg-Barmbek vs. Preetzer TSV (Endergebnis: 36:27 | HZ: 16:14): 50 Minuten sind zu wenig - Barmbek scheitert fast an sich selbst. "Die letzten zehn Minuten verwässern einen guten Eindruck. Das 36:27 spiegelt nicht unsere Leistung wider. Wir haben Barmbek geärgert", zeigt sich PTSV-Co-Trainer Jörg Hofmann positiv gegenüber den "Kieler Nachrichten" gestimmt. Fast fünfzig Minuten taten sich die Hausherren aus Barmbek schwer. Die mit nur elf Spielern angereisten Schusterjungs spielten aufopferungsvoll und gaben nicht nach. Vor knapp 100 Zuschauern dauerte es bis zehn Minuten vor Spielende, bis die Barmbeker auf am Ende neun Tore davonziehen konnten. Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Gäste mit nur einem Tor im Rückstand. Fortan schwanden die Kräfte beim PTSV und die HG zog über 31:25 (53.Minute) auf 36:27 zum Spielende davon. "Zwanzig  Minuten guter Handball reichten heute für diesen Sieg. Uns fehte in der sonst gewohnt sicheren Defensive die Abstimmung. Lag sicher auch daran, dass unser Keeper Matze Nagl mit einer Knieverletzung aus dem Ellerbekspiel spielen musste. Im Angriff scheiterten wir zu oft in aussichtsreicher Position am Preetzer Keeper. Die Schusterjungs spielten im Rahmen ihrer Möglichkeiten und hatten nichts zu verlieren. Irgendwie bekommen wir derzeit den Bock nicht umgestossen. Jetzt geht es mit 5 Auswärtsspielen in die heiße Phase der Saison", so HG-Trainer Holger Bockelmann gegenüber SPRUNGWURF.TV. Die Preetzer dümpeln somit weiterhin im unteren Tabellensegment herum. Durch die Niederlage des TV Fischbek haben die Schusterjungs weiterhin sechs Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge.

TV Fischbek vs. SG Hamburg-Nord (Endergebnis: 24:33 | HZ: 10:14): Fischbek so gut wie chancenlos - Hamburg-Nord eine Nummer zu groß. Es war eine der noch aussichtsreichsten Möglichkeiten, sicher Punkte einzufahren. Am vergangenen Samstag spielten die Oberligahandballer des TV Fischbek gegen die SG Hamburg-Nord. In dieser Begegnung mussten sie eine 24:33-Niederlage einstecken. Die SG war vor dem Spiel mit sieben Punkten Vorsprung nur zwei Plätzer höher in der Tabelle. Doch die Leistung der Fischbeker reichte nicht aus, um einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt zu machen. Die ersten zwanzig Minuten lieferten sich beide Teams das zu erwartende spannende Duell um den Kampf der Punkte. So brachte Tim Latendorf die Gastgeber zunächst in Führung, doch Luis Krumm drehte mit zwei Toren hintereinander das Spiel zu Gunsten der SG. Beide Mannschaften waren gleichauf und Fischbek konnte aus dem 5:6-Rückstand eine 8:6-Führung herausspielen. Bis zu dem Zeitpunkt (18. Minute) hatte es zwischen beiden Mannschaften noch keinen Abstand von zwei Toren gegeben. Dann jedoch kam der Bruch ins fischbeker Spiel. Es schlichen sich Fehler ein, sodass es weniger Torerfolge gab. Die Gäste straften zwar auch einige Fehler, aber noch lange nicht so konsequent, wie höher stehende Mannschaften. Trotz allem stand es zur Halbzeit 10:14 aus fischbeker Sicht. Die SG startete mit einer Drei-Tore-Serie in die zweite Halbzeit, bevor Aleksej Kiselev die Serie durch einen Siebenmeter unterbrechen konnte. Ansonsten lief die zweite Halbzeit zunächst so weiter, wie sie ersten 30 Minuten geendet hatten. Erst nachdem Fischbeks Trainer Roman Judycki in der 40. Minute eine Auszeit nahm, fanden die Gastgeber wieder zurück in ihre Spur. Marek Struß erzielte in 30 Sekunden zwei Treffer und Latendorf setzte noch einen oben drauf. Somit verkürzte der TV auf 16:22. Letzten Endes reichte aber die Aufholjagd nicht mehr und beim Endstand von 24:33 gingen die beiden wichtigen Punkte an die Gäste. „Dass die Mannschaft gegen Nord so gespielt hat, kann an der Tagesform liegen oder aber Nord liegt uns anscheinend nicht" so Judycki nach dem Spiel. „Abgesehen davon war diese Leistung selbstverständlich alles andere als zufriedenstellend. Wir waren zu harmlos in Überzahl, zu ideenlos und haben zu viele dumme technische Fehler in Situationen gemacht, die eigentlich klar sind". Rechnerisch ist der Klassenerhalt für Fischbek noch drin. Dies würde jedoch voraussetzen, dass Tabellennachbar Preetzer TSV so gut wie keine Punkte mehr einfängt und Fischbek (12.) nach Möglichkeit alles gewinnt. Das Restprogramm des TV Fischbek ist aber alles andere als einfach. Am kommenden Samstag findet das Rückspiel bei der SG Wift Neumünster (4.) statt. Anschließend heißen die Gegner noch HSG Ostsee Neustadt/Grömitz (1.), TSV Hürup (7.), FC St. Pauli (5.), HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg (8.) und TuS Esingen (13.). (bereitgestellt vom TV Fischbek)

THW Kiel 2 vs. VfL Bad Schwartau U23 (Endergebnis: 35:12 | HZ: 15:4): Kiel eine Nummer zu groß - Schwartau mit 58 Ballverlusten. Das war kein Spiel aus Sicht des VfL. Von Anfang an kamen die Marmeladenstädter nichts ins Spiel. Auch die Kieler taten sich schwer und benötigten fünf Minuten, um das erste Tor zu erzielen. Doch dann spielten sich die Hausherren in einen Rausch. Die Gäste fanden keine Mittel für die stark aufspielenden Kieler und mussten zur Halbzeitpause einen 4:15-Rückstand hinnehmen. Bis zur fünfzigsten Minuten traten die Hausherren aufs Gaspedal. Dann wurde ein paar Gänge zurückgeschaltet und die Gäste hatten nochmals die Chance einige Tore zu erzielen. Am Ende war es eine verdiente Niederlage für den VfL. Vor allem die 58 Ballverluste der Gäste setzten dem Trainer Thomas Steinkrauß zu, die in der Trainingswoche nochmal nachgearbeitet werden. "Das war ein Glanztag. Wir haben für alles Lösungen gefunden", resümierte THW-Trainer Dennis Olbert gegenüber den "Kieler Nachrichten".

FC St. Pauli vs. HSG Ostsee N/G (Endergebnis: 24:33 | HZ: 14:15): Ostsee tat sich eine Halbzeit schwer - Pauli zu schwach am Ende. In der ersten Hälfte entwickelte sich vor den zahlreichen Zuschauern ein offener Schlagabtausch, ohne das sich eine Mannschaft entscheidend absetzen konnte und so wurden die Seiten mit einer knappen Ostsee-Führung mit 15:14 gewechselt. Im zweiten Abschnitt gelang es den Ostsee-Männern mehr und mehr das Heft in die Hand zu nehmen und Tor für Tor uneinholbar den Hamburgern zu erteilen. Am Ende stand ein auch in der Höhe verdienter Auswärtssieg für die HSG fest. Damit hat die HSG Ostsee N/G den Platz an der Tabellenspitze verteidigt und weiter die 3.Liga fest im Visier. "Das haben die Jungs richtig gut gemacht und ein schönes Spiel vor toller Kulisse gezeigt. Mit 9 Toren gewinnt nicht jede Mannschaft auf Pauli. Die Jungs haben gezeigt, was sie können und was sie wollen. Wir freuen uns alle sehr auf die kommenden Aufgaben und Wochen, vor allem auf die Sportfreunde aus Schülp, die am nächsten Wochenende unser Gast sein werden", so HSG-Manager Roland Dieckmann gegenüber SPRUNGWURF.TV.


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