Logo

Oberliga HH/S-H (Herren): Der 23.Spieltag im Rückblick (Saison 2016/2017)

Alle Neuigkeiten
10.04.2017 - 17:00 | Quelle: sprungwurf.tv

Hamburg/Schleswig-Holstein – Der Saisonendspurt ist eingeläutet. Am 23.Spieltag der Oberliga HH/S-H der Herren ging es noch einmal heiß her. Vor allem im Tabellenkeller gibt es Bewegung. Gelang es dem TuS Esingen einen wichtigen Sieg gegen den direkten Konkurrenten aus Bad Schwartau einzufahren. Hat man dadurch noch die Möglichkeit den Abstieg zu verhindern. Ebenso spannend ist es auch an der Tabellenspitze. Trennen beide Teams aus Barmbek und Ostsee nur ein ausstehendes Spiel sowie zwei Minuspunkte. Wir haben alle Spiele im Rückblick für euch zusammengefasst.

TSV Hürup vs. TV Fischbek (Endergebnis: 35:28 | HZ: 17:13): Fischbek verliert mit Minikader - Hürup siegrich im zweiten Spiel in zwei Tagen. Am vergangenen Samstag unterlagen die Oberligahandballer des TV Fischbek (TVF) mit einem Kader von nur neun Feldspielern und einem Torhüter beim TSV Hürup mit 28:35 (13:17). Damit bleibt nur noch eine Minimalchance auf den Klassenerhalt. Der TVF müsste die letzten drei Spiele alle gewinnen und TuS Esingen und die zweite Mannschaft des VfL Bad Schwartau alle verlieren. Vielleicht wäre mehr für die Fischbeker drin gewesen, wenn sie mit größerem Kader zum Spiel gefahren wären. Denn auch der TSV war personell geschwächt und wurde durch Spieler der eigenen A-Jugend gestärkt. Zusätzlich hatten die Gastgeber gerade mal zwei Tage vorher noch das Punktspiel gegen den Tabellenführer der HG Hamburg-Barmbek. So musste der TVF das Beste aus der aktuellen Lage machen und ging durch einen Treffer von Aleksej Kiselev auch zunächst mit 1:0 in Führung. Ove Jensen, der mit seinen zwölf Toren mit Abstand der erfolgreichste Schütze war, glich die einzige Führung der Gäste dann aber aus. Eine Viertelstunde hielten die Fischbeker noch gut mit, hätten aber bei besseren Chancenauswertung besser dastehen können. Die Verstärkung durch Spieler der A-Jugend, die in dieser Partie einiges für den TSV beitragen konnten, brachte den Gastgeber langsam auf leichten Abstand. Von der Anzahl der Spieler waren sie zwar nur zwei Spieler mehr, aber das gab Trainer Christian Lutter die besseren Erholungsmöglichkeiten für sein Team. Zur Halbzeit hatte der TSV beim Stand von 17:13 schon ein kleines Polster. Geprägt war das Spiel vor allem in der zweiten Halbzeit von der Variante eines siebten Feldspielers. Beide Mannschaften setzten diese Spielart ein, wobei Fischbek jedoch mehr versuchte, auf diese Art und Weise zum Erfolg zu kommen. Im weiteren Verlauf der zweiten Halbzeit musste sich der TVF aber den schwindenden Kräften geschlagen geben, sodass sich auch technische Fehler ins Spiel einschlichen.

TuS Esingen vs. VfL Bad Schwartau U23 (Endergebnis: 29:23 | HZ: 14:13): Esingen wahrt letzte Chance - Schwartau mit verdienter Niederlage. „In der ersten Halbzeit haben wir uns noch schwer getan. In der zweiten Halbzeit hat unsere Deckung gut funktioniert", ein sichtlich froher Claas-Peter Schütt gegenüber den "Uetersener Nachrichten". Durch den Sieg haben die Esinger eine letzte Chance auf den Klassenerhalt. Von Anfang an lagen der TuS in Front. Einzig in der neunten Minute musste man einen Rückstand hinnehmen und wusste diesen bis zur Halbzeitpause zu drehen. Ging man mit einer 14:13-Führung in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel dann drehten die Esinger auf. Gleich drei Tore in Folge gelang den Hausherren und man lag 17:13 vorne. Im weiteren Verlauf schafften es die Gäste nicht mehr das Spiel zu drehen. Zu stark war der stark abstiegsbedrohte Klub aus Tornesch. So war es auch nicht verwunderlich, dass TuS-Trainer Schütt seine wohl stärkste Formation spielen ließ und am Ende einen ungefährdeten sowie verdienten Heimsieg einfuhr. "Die erste Hälfte war ganz ok. Wenn wir unsere Siebenmeter und zwei Tempogegenstöße konsequent nutzen, gehen wir mit +4 in die Kabine. Bei uns ließen in der 2.Halbzeit Kraft und Konzentration nach. Das haben die Esinger sehr gut genutzt und am Ende verdient gewonnen. Ich war in der Woche sehr zuversichtlich, den zweiten Matchball zum Klassenerhalt nutzen zu können. Leider bekam ich Freitagabend gleich drei Hiobsbotschaften und musste verletzungsbedingt auf Piet Möller, Marius Nagorsen und Tim Claasen verzichten. Damit fehlten mir kurzfristig die Alternativen im Rückraum. Das konnten wir leider nicht kompensieren", so VfL-Trainer Thomas Steinkrauß gegenüber SPRUNGWURF.TV.

SG Hamburg-Nord vs. HG Hamburg-Barmbek (Endergebnis: 24:28 | HZ: 14:12): Barmbek mit schlechtestem Spielstart - Stark aufspielender Hausherr. Die HG Hamburg-Barmbek hat ihr viertes Auswärtsspiel in Folge und das dritte innerhalb von sieben Tagen bei der SG Hamburg-Nord nach einer starken Aufholjagd mit 28:24 (12:14) gewonnen und ihre Tabellenführung verteidigt. Dabei lagen die Barmbeker nach dem mit Abstand schlechtesten Start der Saison in der 20.Minute bereits mit 4:12 zurück, konnten aber schon bis zur Pause wieder auf 12:14 verkürzen. "Die ersten zwanzig Minuten ist unser Konzept total aufgegangen. Es war ein gutes Spiel von uns, da wir gesehen haben, dass wir eine Zeit mithalten konnten. Messen müssen wir uns mit anderen Mannschaften", war SG-Co-Trainer Andreas Lindholm positiv zum Spielausgang gestimmt. In der zweiten Hälfte machte die HGHB dann genauso weiter und brachte sich über 14:14 (34.Minute) und 18:14 (40.Minute) bis zur 48.Minute mit 23:17 in Front. Auch fünf Minuten vor dem Ende führte Barmbek noch mit 28:21, bevor die SG bis zum Schlusspfiff noch zum 28:24-Endstand verkürzen konnte. "Das 4.Auswärtsspiel in 2 Wochen. Die Belastung ist derzeit sehr hoch. Donnerstag noch in Hürup und heute wieder einen Gegner, der nichts zu verlieren hatte. Das ist aber keine Entschuldigung für die ersten 20 Minuten. Schon in Schwartau waren wir in der Anfangsphase nicht präsent. Das wird sich ändern. Der Aufwand, solche Spiele noch zu drehen ist einfach zu hoch, obwohl wir es immer wieder schaffen. Aus Minus 8 wurden + 7. Dienstag geht es jetzt nach Kiel. Da sollten wir schon zu Beginn des Spiels Präsenz zeigen", so HG-Trainer Holger Bockelmann gegenüber SPRUNGWURF.TV.

HSG Ostsee N/G vs. MTV Herzhorn (Endergebnis: 35:26 | HZ: 19:13): Ostsee nimmt Fahrt auf – Herzhorn ärgert die Höhe der Niederlage. Das war so nicht geplant aus Sicht der Gäste. Wollte man das Spiel durchaus offener gestalten. Dies gelang dem MTV nur in den ersten zwölf Minuten. Stand es hier 6:4 für die Gäste. Doch dann zogen die Mannen von der Ostsee davon und richteten ihre Segel aus. Vor allem Linkshänder Kim Colin Reiter agierte überragend und war mit 12 Treffern bester Werfer. Im weiteren Verlauf der Partie drehten die Hausherren das Spiel und lagen innerhalb von vier Minuten mit 10:5 in Front. Etwas entgegensetzen konnten die Herzhorner nicht mehr. Über den Pausenstand von 19:13 zog die HSG auf am Ende 35:26 davon. War doch zu keiner Zeit mehr der Sieg in Gefahr und man kann sich auf das nächste schwere Auswärtsspiel beim THW Kiel 2 konzentrieren. „Das haben unsere Jungs gut gemacht. Man hat gemerkt, sie wollen das Endspiel gegen Hamburg-Barmbek. Davor steht aber noch das schwere Auswärtsspiel beim THW Kiel. Man erkennt aber, unsere Jungs haben den richtigen Fokus und treten souverän auf. Wir freuen uns alle sehr auf die kommenden heißen Wochen im Kampf, um die Meisterschaft, im Kampf um die 3.Liga“, so HSG-Manager Roland Dieckmann gegenüber SPRUNGWURF.TV.

SG WIFT Neumünster vs. THW Kiel 2 (Endergebnis: 31:30 | HZ: 15:16): Überraschung gelungen – Kiel mit zu vielen Fehlern. Merkt man schon die lange Saison in den Köpfen beim THW. Nahmen die Gäste erst zum Spielende hin den Kampf an und schupperten kurz an einem Ausgleich. „WIFT wollte den Sieg vielleicht ein Stück mehr“, so THW-Trainer Dennis Olbert gegenüber den „Kieler Nachrichten“. Überzeugen konnten die Hausherren auch nur mit den gut aufgelegten Yannik Stock und Tim Kreft. Beide boten wieder eine starke Leistung und waren die Sieggaranten. Seit dem der Klassenerhalt sicher ist aus Sicht der Kieler, ist man nicht mehr richtig engagiert. Entsprechend viele technischer Fehler passieren den Kieler, auch im Spiel gegen die Neumünsteraner. Für Neumünster ist der dritte Tabellenplatz noch in Reichweite. Müssen die Kieler also aufpassen, den aktuellen Tabellenplatz nicht zu verlieren.

FC St. Pauli vs. HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg (Endergebnis: 28:30 | HZ: 17:16): Schülp gewinnt auf dem Kiez – Pauli rutscht ab. Zur Halbzeitpause sah es noch gut aus. Doch am Ende mussten die Paulianer in eigener Halle eine knapp 28:30-Niederlage hinnehmen und rutschen auf den sechsten Tabellenplatz ab. Aufgerückt sind dafür die Mannen aus Schülp. Beträgt der Rückstand auf den Kiezklub nur noch drei Punkte.

Preetzer TSV vs. HT Norderstedt (Endergebnis: 37:31 | HZ: 19:13): Schusterjungs zu locker – Norderstedt hart bestraft. Zu Spielbeginn waren beide Mannschaften auf Augenhöhe. Stand es nach sechs Minuten zwischen beiden Teams 3:3. In der Folge aber gelang es dem PTSV den einen Schritt mehr zu gehen, sodass die Führung weiter anwuchs. So war das Spiel bereits zur Halbzeitpause beim Stand von 19:13 vorentschieden. Im zweiten Durchgang gelang es den Gästen nicht mehr aufzuschließen und man musste den einen oder anderen Tempogegenstoß hinnehmen. „Wir haben Norderstedt früh den Zahn gezogen, so dass von denen auch kein Aufbäumen mehr kam“, so PTSV-Trainer Dieter Eigemann gegenüber den „Kieler Nachrichten“. Mit dem Sieg im Rücken rangieren die Schusterjungs nun auf dem neunten Tabellenplatz und können sogar noch ein, zwei Plätze hochklettern. Anders bei den Norderstedtern. Hier dümpelt man weiter im Tabellenkeller herum und kann lediglich den zwölften Tabellenplatz einnehmen.


Oberliga HH/SH (Herren)