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Oberliga HH/S-H (Herren): Der 25.Spieltag im Rückblick (Saison 2015/2016)

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26.04.2016 - 23:15 | Quelle: sprungwurf.tv

Hamburg/Schleswig-Holstein – Spannung pur am 25.Spieltag der Oberliga HH/S-H der Herren. Nach der zu erwartenden Auswärtsniederlage vom TuS Lübeck 1893 beim HSV Hamburg, steht der TuS als weiterer Absteiger fest. So müssen die Lübecker bereits nach nur einem Jahr den Gang in die SH-Liga antreten. Anders hingegen beim Aufsteiger AMTV Hamburg. Nach dem Heimerfolg gegen den FC St. Pauli haben die Hamburger doch noch die Chance auf den Klassenerhalt. Es wird am letzten Spieltag ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem AMTV und dem MTV Herzhorn. Für die Herzhorner reicht jedoch ein Unentschieden. Grund hierfür ist die unerwartete Niederlage gegen den TSV Ellerbek. In der kommenden Saison wieder mit dabei wird der TuS Esingen sein. In einem spannenden Spiel gewann man gegen die SG Hamburg-Nord mit 28:27. Überragende Torschütze war hierbei Max-Lennart Albrecht mit sechzehn Toren. Wir haben alle Spiele im Rückblick zusammengefasst.

HSV Hamburg 1 vs. TuS Lübeck 1893 1 (Endergebnis: 36:27 | HZ: 19:12): TuS steigt ab – HSV erhält Meisterpokal. Damit war zu rechnen und doch war die Hoffnung noch vorhanden. Beim Auswärtsspiel gegen den Meister aus Hamburg musste ein Sieg her, um den Klassenerhalt noch zu sichern. Am Ende war der HSV doch eine Nummer zu groß. Anfangs gelang es dem TuS das Spiel offen zu gestalten und mitzuhalten. Spätestens nach dem Seitenwechsel war jedem klar, dass der Gang in die SH-Liga ansteht. Die Hamburger waren zu stark und Lübeck kassierte Tor um Tor, trotz großer Gegenwehr. Für Lübeck bedeutet es nun, sich am letzten Spieltag für eine doch tolle Saison bei den Fans zu bedanken und mit einem positiven Gefühl aus der Oberligasaison in Richtung SH-Liga zu gehen. Für die Hamburger war es ebenfalls an der Reihe ihren verdienten Meisterpokal zu erhalten und offiziell als Meister der Oberliga HH/S-H der nennen. Ebenfalls verabschiedete der HSV Hamburg gleich sieben Spieler (wir berichteten). 

MTV Herzhorn 1 vs. TSV Ellerbek 1 (Endergebnis: 28:34 | HZ: 13:17): Herzhorn muss zittern  - Ellerbek mit Auswärtssieg. Für den MTV Herzhorn wird es noch einmal eng. Müssen die Herzhorner noch am letzten Spieltag um den Klassenverbleib zittern. Grund hierfür ist die unerwartete Heimniederlage gegen den bereits als Absteiger feststehenden TSV Ellerbek. Trotz zeitweise vier Ausfällen gelang es dem MTV gut mitzuhalten. Bereits in der dritten Spielminute musste Tarek Fejry mit einer direkten roten Karte vom Feld, hatte er Birger Dittmer im Gegenstoß unsanft gestoppt. Dittmer war daraufhin erst wieder im zweiten Durchgang einsatzfähig. Ellerbek kam nach und nach immer besser ins Spiel und führte zur Halbzeitpause mit 17:13. Im zweiten Durchgang lief bei den Gastgebern nicht mehr viel zusammen. Zwar hatte man beim Zwischenstand von 18:21 nochmals Hoffnung, aber diese wurden schnell wieder zerstört. Am Ende gewann der Absteiger vom TSV verdient mit 34:28. Für die Herzhorner heißt es nun bangen. Müssen sie im Auswärtsspiel beim TuS Lübeck 1893 mindestens einen Punkt holen, um den Klassenerhalt zu sichern. „Wir haben noch einmal gezeigt, dass wir in die Oberliga HH/S-H gehören und auch auswärts gut spielen können“, so TSV-Trainer Martin Nirsberger gegenüber dem „Pinneberger Tageblatt“.

AMTV Hamburg 1 vs. FC St. Pauli 1 (Endergebnis: 34:30 | HZ: 12:16): AMTV siegt ohne vier – Pauli nur noch Tabellenvierter. Anders als gedacht verlief das letzte Heimspiel des AMTV. Ohne vier Spieler musste man beim Aufsteiger auskommen und siegte trotzdem gegen den Kiezklub. Trotz teilweise schlecht organisiertem Deckungsverbund gelang es den Gastgebern stets auf Augenhöhe mit dem FC zu sein und so setzte man sich erst kurz vor Spielende erfolgreich auf vier Tore ab. Über die Zwischenstände 12:16, 22:20 und 26:26 stand es am Ende verdient 34:30 für den AMTV. Für die Hausherren ist durch den Sieg doch noch eine Minichance vorhanden, den Klassenerhalt zu sichern. Anders als SPRUNGWURF.TV berichtete, muss der Aufsteiger bei der HG Hamburg-Barmbek am letzten Spieltag gewinnen und gleichzeitig auf eine Niederlage des MTV Herzhorn hoffen, um so am Saisonende doch noch in der Oberliga zu verbleiben.

VfL Bad Schwartau 2 vs. SG WIFT Neumünster 1 (Endergebnis: 32:38 | HZ: 17:17): Schwartau verliert zwei Spieler – Neumünster tat sich schwer. Den besseren Start hatten die Gastgeber. Schnell gelang es dem VfL in Führung zu gehen und diese auf 11:6 auszubauen. Doch nach dem Time Out der Gäste kamen die Marmeladenstädter schwer ins Spiel zurück. Man musste zu sehen, wie die SG Tor um Tor aufholten und zum zwischenzeitlichen 12:12 ausglichen. Bis zur Halbzeitpause blieb es auch so und beide Mannschaften trennten sich mit einem 17:17. Kurz vor dem Seitenwechsel dann aber eine Schrecksekunde. VfL-Spieler Mohamad Kaddour verletzte sich schwer am linken Arm und musste notärztlich versorgt werden. Noch am selben Abend wurde Kaddour operiert. Nach dem Seitenwechsel verletzte sich ein weiterer VfL-Spieler beim Zusammenprall mit dem SG-Torhüter. Für Tom Patalas war das Spiel vorzeitig beendet und so musste der Gastgeber auf einen stark dezimierten Kader fortan zurückgreifen. Im weiteren Verlauf tat Schwartau sich schwer und musste am Ende den Gast aus Neumünster Tor um Tor ziehen lassen. Am Ende siegte der Vizemeister verdient mit 38:32.

Preetzer TSV 1 vs. TSV Hürup 1 (Endergebnis: 25:25 | HZ: 13:12): Standing Ovations in der Preetzer Blandfordhalle – Hürup gelingt halbe Revanche. Das gibt es sonst nur, wenn es einen fantastischen Heimsieg zu bejubeln gibt. Am Samstag feierten die Zuschauer ihre Mannschaft bereits vor Spielbeginn. Spielführer Moritz „El Capitano“ wurde verabschiedet, er beendet seine Zeit bei den Preetzer Schusterjungs. Dafür drehte er in seiner letzten Partie noch einmal richtig auf und traf aus etlichen Lagen gegen den TSV Hürup. Ein Spiel, das jedoch nicht mehr Anlass für Standing Ovations war. 25:25 hieß es am Ende - weder Fisch noch Fleisch, beide Mannschaften wussten nicht so recht, was sie damit anfangen sollten. Und auch die Zuschauer nicht: Diese hatten hinterher ein Spiel voller Spannung erlebt, aber auch nur ergebnisbedingt. Die Partie selbst war kein Leckerbissen, um im Bild zu bleiben. Vielmehr ein Festival von Abspielfehlern und schnellen Gegenzügen, die auch mal verworfen wurden. Die Führung wechselte somit immer wieder die Seiten. Kurz vor der Pause hatte Preetz sie für sich, Hürup zog nach der Pause kurzzeitig davon. Doch man merkte: Beide Teams spielen sportlich gesehen um Nichts, beide sind gerettet und bringen die Saison halbwegs standesgemäß zu Ende. Hürup-Trainer Lutter erprobte im zweiten Durchgang dafür mehrmals die im Training einstudierte „Schweinchen-Links!“-Taktik, ein Spielzug, der zum Erfolg führte. Somit gab es auf beiden Seiten neben dem Punktgewinn am Ende einiges Positives mitzunehmen, ein Spiel ist noch zu gehen, dann können beide Teams ihre Köpfe frei machen. (fom)

THW Kiel 2 vs. HG Hamburg-Barmbek 1 (Endergebnis: 28:30 | HZ: 13:15): Barmbek siegt knapp – THW maximal Tabellensechster. Erfolgreiches Wochenende für die Gäste aus Hamburg. Standen doch gleich zwei Spiele innerhalb von 24 Stunden auf dem Plan. Den Anfang machten die HG beim Auswärtsspiel beim THW Kiel 2. Hierbei mussten sie auf Felix Charbatzadeh und David Caballero verzichten. Das Spiel begann zäh und keine der beiden Mannschaften konnte sich absetzen. So stand es nach zehn Minuten erst 5:4 für die Gäste. Wenig spannend wurde es und so entwickelte sich ein eher durchschnittliches Spiel. Über den Zwischenstand von 10:8 (20.Minute) ging die HG mit einer 15:13-Führung in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel wurde es nicht viel besser. Das Tempo fehlte auf beiden Seiten. Und die Barmbeker konnten die meister Zeit mit einer ein bis zwei Tore Führung das Spiel bestimmen. Zwar gelang den Hausherren mehrmals der Anschluss und sogar der Ausgleich. Am Ende war das Spiel jedoch entschieden und Hamburg-Barmbek siegte so mit 30:28. „Unter der Woche hatte uns leider die Grippewelle erwischt, sodass wir nur eingeschränkt trainieren konnten. Glücklicherweise war das Tempo heute nicht sehr hoch und wir konnten ein paar Körner sparen. Die Punkte haben wir im Sack und sind wieder Dritter, das passt. Die erste Aufgabe an diesem Wochenende haben wir somit erfüllt. Leider ist Robin Morgner noch umgeknickt  und Jacek Tomala kämpft mit einem Pferdekuss, aber das Pokalspiel will jeder spielen, wenn man uns denn Handball spielen lässt. Die von Pinnau schon zwei Wochen vor dem Spiel eröffnete Diskussion um Backe kann ich nicht mehr hören und diesmal konnten wir uns wegen den Spiels gegen Kiel auch nicht ohne vorbereiten. Ich hoffe, meine Mannschaft gibt die richtige Antwort auf der Platte – mit oder ohne Backe“, so HG-Trainer Holger Bockelmann gegenüber der vereinseigenen Internetseite.

SG Hamburg-Nord 1 vs. TuS Esingen 1 (Endergebnis: 27:28 | HZ: 11:13): Esingen schafft Klassenerhalt – Hamburg-Nord kassiert knappe Niederlage. Der überragende Spieler des Spiels stand auf Seiten der Gäste. Max-Lennart Albrecht warf seine Mannschaft quasi zum Klassenerhalt. Erzielte Albrecht doch allein sechzehn Tore beim 28:27-Auswärtssieg gegen die SG Hamburg-Nord. Zu Anfang taten sich beide Mannschaften schwer und es dauerte einige Minuten bis sie ins Spiel fanden. So stand es zwischenzeitlich 2:2 nach acht Minuten. Fortan lief es aber besser und so ging es mit einem 13:11 für den TuS in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel verschlief die SG den Start und Esingen gelang es sich stets mit drei bis vier Toren in Front zu werfen. Zum Ende des Spiels wurde es nochmals spannend. So lag Esingen vierzig Sekunden vor Ende mit 28:27 in Führung und hatte die Gelegenheit das Spiel vorzeitig zu entscheiden. Doch der TuS vergab die Chance und Hamburg-Nord kam nochmals in die Möglichkeit zum Ausgleich. Den direkten Freiwurf konnten sie jedoch nicht erfolgreich unterbringen und so feierte der TuS den Klassenerhalt am vorletzten Spieltag.


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