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Oberliga HH/S-H (Herren): Der 2.Spieltag im Rückblick (Saison 2016/2017)

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27.09.2016 - 06:00 | Quelle: sprungwurf.tv

Hamburg/Schleswig-Holstein – Frühzeitige Entscheidungen am 2.Spieltag der Oberliga HH/S-H der Herren. Nur beim Spiel des Aufsteiger TV Fischbek gegen die Bundesligareserve vom THW Kiel kam Spannung auf. Wurde das Spiel erst Sekunden vor dem Abpfiff entschieden. Der zweite Aufsteiger, die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg, war schon auf der Siegerstraße und lässt sich am Ende zwei Punkte abluchsen. Eine deutliche Angelegenheit war es beim vermeintlichen Spitzenspiel zwischen der HSG Ostsee N/G und HT Norderstedt. Gelang es Norderstedt leider zu keiner Zeit den Sieg der HSG zu gefährden. Wir haben alle Spiele vom 2.Spieltag zusammengefasst.

HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg vs. HG Hamburg-Barmbek (Endergebnis: 27:29 | HZ: 17:12): Barmbek mit Mühe - Schülp belohnt sich nicht. Das hatten sich die Mannen aus Barmbek anders vorgestellt. Gleich mit dem Spielanpfiff kassierten die Gäste einen direkten Treffer zum 0:1. Hatte sich der HG-Torhüter zu lange mit seinen Vorderleuten gesprochen. In der Folge tat sich die HG schwer und lief ständig einem Rückstand hinterher. Zur Halbzeit stand es 17:12 für die Hausherren. Nach dem Wiederanpfiff reagierten die Gästen und agierten fortan mit einer 5:1 statt 6:0-Abwehr. So dauerte es bis zur 49.Minute als die Barmbeker zum 25:25-Ausgleich trafen und die Partie offen gestalteten. Bis zum Spielende gelang es den Hausherren das Spiel nicht mehr zu kippen und so musste man eine schmerzhafte 27:29-Niederlage einstecken. "Mit der ersten Halbzeit können wir völlig zufrieden sein. Wir haben in der Schlussphase den Barmbeker Torhüter Matthias Nagl regelrecht zum Weltmeister geworfen.“, so HSG-Co-Trainer Pohl-Thur gegenüber der "Landeszeitung". „Ich bin sehr froh, dass wir diese Partie noch gedreht haben und denke, dass sich hier noch einige Teams schwertun werden und Punkte abgeben. Die erste Halbzeit war natürlich schwach, wobei wir uns den hohen Rückstand vor allem durch unsere eigenen Fehler eingebrockt haben. Aber wie wir dann in der zweiten Hälfte zurückgekommen sind, immer an uns geglaubt und als Team um jeden Ball gekämpft haben, war schon stark und hat Spaß gemacht. Ich glaube, dass dieser Erfolg, gerade auch ohne Birdy, der Mannschaft für die Zukunft mehr gebracht hat, als nur zwei Punkte“, so HGHB-Co-Trainer Jörn Kammler gegenüber der vereinseigenen Internetseite. Barmbek belegt mit dem zweiten Sieg in Folge den dritten Tabellenplatz. Schülp dagegen findet sich an drittletzter Position in der Tabelle wieder.

TuS Esingen vs. MTV Herzhorn (Endergebnis: 20:26 | HZ: 9:15): Herzhorn eiskalt - Esingen zu harmlos. Nach der Niederlage am ersten Spieltag wollte man unbedingt zu Hause gegen den MTV Herzhorn die ersten beiden Punkte einfahren. Doch es kam anders. Bis zum 5:6 (13.Minute) war man noch auf Augenhöhe. Im Anschluss funktionierte jedoch nicht mehr viel. Erzielte man bis zur Halbzeitpause lediglich vier weitere Tore und kassierte gleich neun Tore. So war es natürlich schwer, mit einem guten Gefühl in die Kabine zu gehen. Nach dem Wiederanpfiff wurde es nicht besser. Die Abwehr der Gäste vom MTV mischte Beton an und brachte die Hausherren zum verzweifeln. Fabrizierte der TuS bis zur 50.Minute sechzehn technische Fehler und vergab vierzehn Einwurfmöglichkeiten. Die Einladung nahmen die Herzhorner dankend an und setzen sich bis zum Spielende auf 26:20 ab und feierten den ersten Auswärtssieg in dieser Saison. Nach dem zweiten Spieltag rangiert man nun auf dem vierten Tabellenplatz und hat nur einen Punkten Rückstand auf den Tabellenersten. Esingen rutscht durch die zweite Niederlage in Folge auf den vorletzten Tabellenplatz ab.

HSG Ostsee N/G vs. HT Norderstedt (Endergebnis: 34:22 | HZ: 16:11): Ostsee Tabellenführer - Norderstedt chancenlos. Vor knapp 230 Zuschauern wusste Aufsteiger HSG Ostsee N/G zu überzeugen und machte bereits nach wenigen Minuten klar, wer heute das Spielfeld als Sieger verlassen wird. Über ein 5:1 (9.Minute) und 12:6 (19.Minute) ging der Gastgeber mit einer klaren 16:11-Führung in die Pause. Im zweiten Abschnitt wurde es aus Sicht der HT nicht besser und so musste man am Ende verdient mit einer 22:34-Niederlage die Heimreise antreten. "Wir haben leider im Angriff zu viele Fehler, Fehlwürfe und schlechte Entscheidungen gehabt und damit der HSG in die Karten gespielt. Dadurch gelangen denen immer wieder einfache Tore über die 1. und 2.Welle", so HT-Manager Sven Vörtmann gegenüber SPRUNGWURF.TV. Mit nun 4:0-Punkten ist die HSG aktueller Tabellenführer. Norderstedt hingegen rutscht vom fünften auf den neunten Tabellenplatz ab.

TV Fischbek vs. THW Kiel 2 (Endergebnis: 28:29 | HZ: 13:15): Last-Second-Sieg für Kiel - Fischbek wird nicht belohnt. Die Hausherren belohnen sich nicht für ihre Aufholjagd. Der Gast aus Kiel kam gut ins Spiel. Führte man im ersten Durchgang sogar mit 12:6 (16.Minute). Dann folgte jedoch ein kleiner Einbruch bei den Kielern. Fischbek wusste fortan besser ins Spiel zukommen und konnte bis zum Halbzeitpfiff auf 13:15 verkürzen. Zur zweiten Halbzeit trat der TVF wieder so auf, wie er kurz zuvor in die Pause gegangen war. Die Abwehr stand kompakt und im Angriff stimmte auch so gut wie alles. Die Aufholjagd verlief erfolgreich. Es gab jedoch auch Phasen, wo sich das Blatt wieder zu wenden drohte und Kiel sich wieder absetzen konnte, aber jedes Mal kamen die Fischbeker wieder heran. 24 Sekunden vor Schluss war es Robert Mitleider, der die Fischbeker auch von den Toren her mit Kiel gleichauf setzte. Als er den Treffer zum 28:28 erzielte, war der Jubel in der Arena Süderelbe groß. Olbert reichte beim Kampfgericht die grüne Karte ein, damit er für die letzten Sekunden seiner Mannschaft noch das weitere Vorgehen erklären konnte. Während nach Wiederanpfiff die Sekunden auf der Uhr herunterliefen, stand der TVF weiterhin sicher und ließ keine Lücke. Simon Seebeck war es jedoch, der noch zu einem Wurf kam. Zeitgleich mit dem Schlusspfiff ging der Ball ins Tor und Fischbek musste sich somit geschlagen geben. „Die Jungs waren in den ersten paar Minuten sowohl zu ängstlich als auch in manchen Fällen zu mutig. THW Kiel hat diesen Zustand gnadenlos ausgenutzt. Es gibt viel Positives aus dem Spiel mitzunehmen", so TV-Trainer Roman Judycki gegenüber SPRUNGWURF.TV. Mit dem zweiten Sieg in Folge ist der THW Kiel 2 nun Tabellenzweiter hinter dem Spitzenreiter von der Ostsee. Fischbek rutscht vom achten auf den elften Tabellenplatz ab.

SG WIFT Neumünster vs. SG Hamburg-Nord (Endergebnis: 38:23 | HZ: 15:13): WIFT konnte überzeugen - Hamburg-Nord hält nur eine Halbzeit mit. Vor knapp 153 Zuschauern ist der Knoten geplatzt. Nach einem holprigen Start in der ersten Halbzeit, gelang es WIFT die Vorgaben des Trainers umzusetzen. So stand es nach vierzig Minuten bereits 23:17 und man konnte bis zum Spielende die Führung auf 38:23 ausbauen. Überzeugen konnte Torhüter Andy Hoffmann und Fridtjof Koslowski mit neun Toren. Mit dem Sieg gelang es den Hausherren das Punktekonto auszugleichen und Kontakt Richtung Tabellenspitze wiederherstellen. Die Gäste aus Hamburg rangieren trotz der Niederlage auf dem siebten Tabellenplatz.

FC St. Pauli vs. Preetzer TSV (Endergebnis: 25:20 | HZ: 10:12): Preetz bricht ein - Pauli agiert clever. Der gute Saisonauftakt der Schusterjungs aus Preetz hat bereits nach dem zweiten Spieltag einen kleinen Dämpfer erhalten. Nur bis zur Halbzeitpause agierte man souverän und konnte mit einer 12:10-Führung in die Kabine gehen. Nach dem Seitenwechsel dann die Wende. Pauli wusste sich zu steigern und die Preetzer konnten nicht mehr gegenhalten. So dauerte es knapp vierzehn Minuten bis der erste Treffer der Gäste fiel. Bis zum Spielende gelang es den Kiezhandballern das Spiel zu bestimmen und die Gäste nicht mehr dichter herankommen zu lassen. Einzig durch drei schnelle Tore ließ den PTSV Ergebniskosmetik betreiben. "Das war ein unerklärlicher Bruch. Auf einmal haben wir überhastet abgeschlossen", so PTSV-Co-Trainer Jörg Hofmann gegenüber den "Kieler Nachrichten". Preetz fällt durch die erste Niederlage auf den achten Tabellenplatz. Pauli hingegen gelang es, durch den Sieg, auf den zehnten Tabellenplatz zu klettern.

TSV Hürup vs. VfL Bad Schwartau U23 (Endergebnis: 31:22 | HZ: 19:10): Schwartau scheitert an technischen Fehlern - Hürup mit erstem Sieg. So hatten es sich die Gäste aus der Marmeladenstadt nicht vorgestellt. Gleich achtzehn Fehlwürfe leistete sich die U23 vom VfL. Viel zu überhastet agierten die jungen Spieler von VfL-Trainer Thomas Steinkrauß. Anders beim Gastgeber aus Hürup. Die Fehler nutzte man eiskalt und setzte sich schnell auf 10:3 (18.Minute) ab. Bis zur Halbzeitpause gelang es den Gästen sich nicht zu fangen und so ging man mit einem 10:19-Rückstand in Kabine. Nach dem Seitenwechsel war man auf Augenhöhe und konnte das Spiel ausgeglichen gestalten. Auch bedingt, durch die sichere Führung des TSV. Durch den ersten Sieg der Hüruper belegt man jetzt den sechsten Tabellenplatz. Nicht so rosig sieht es für den VfL aus. Nach der zweiten Niederlage im zweiten Saisonspiel steht man nun auf dem letzten Tabellenplatz. "Uns fehlt die Durchschlagskraft aus dem Rückraum. Wir müssen unsere Hundertprozentigen nutzen, unser Tempospiel forcieren und unsere Angriffe geduldiger ausspielen, sonst wird es schwer Spiele zu gewinnen", so VfL-Trainer Thomas Steinkrauß gegenüber SPRUNGWURF.TV.


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