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Oberliga HH/S-H (Herren): Der 3.Spieltag im Rückblick (Saison 2016/2017)

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04.10.2016 - 23:45 | Quelle: sprungwurf.tv

Hamburg/Schleswig-Holstein – Den Startschuss des 3.Spieltages in der Oberliga HH/S-H der Herren machte das vermeintliche Spitzenspiel. Der Tabellenzweite aus Kiel empfing den Tabellenvierten aus Herzhorn. Doch wie ein Spitzenspiel verlief die Partie nicht. Beide Mannschaften taten sich sehr schwer. So zog sich das gesamte Spiel hin. Am Ende gelang es den Hausherren das Spiel halbwegs positiv zu gestalten und zumindest einen Punkt in der Landeshauptstadt zu behalten. Nicht anders zu erwarten, war der dritte Sieg in Folge von Aufsteiger HSG Ostsee N/G. Leider wurde dieser Sieg durch eine schwere Verletzung überschattet. Überraschend war am Sonntag die hohe Niederlage des letztjährigen Tabellenfünften aus Preetz. Musste man sich am Ende mit einer 13-Tore-Niederlage begnügen. Wir haben alle Spiele im Rückblick zusammengefasst.

THW Kiel 2 vs. MTV Herzhorn (Endergebnis: 26:26 | HZ: 11:10): Müdes Spitzenspiel - Herzhorn gibt Siegchance aus der Hand. Der Beginn war stark. Kiel wusste in der Abwehr zu überzeugen und bot dem Gast aus Herzhorn kaum eine Chance. Trotzdem dauerte es bis zur 7.Minute und ausgerechnet der MTV erzielte dies. Die Hausherren wusste bis zu diesem Zeitpunkt im Angriff nicht zu gefallen und belohnten sich nicht für die starke Deckungsarbeit. Bis zur Halbzeitpause war es ein sehr müdes Spiel, in dem der THW Kiel 2 mit einer 11:10-Führung in die Kabine ging. Im zweiten Durchgang wurde es aus Sicht der Gäste besser. Endlich gelang es ihnen sich im Angriff durchzusetzen und so gingen sie mit 23:20 (52.Minute) in Führung. Doch bis zum Ende konnten sie diese nicht verwalten. Mit dem Schlusspfiff erzielte Jesse Petersen mit einem verwandelten Siebenmetertor den Ausgleich zum 26:26. Vor 52 Zuschauern konnte der THW doch noch einen Punkt zu Hause behalten und steht nun auf dem dritten Tabellenplatz. Herzhorn gelang es mit dem zweiten Unentschieden das Punktekonto weiter positiv auszubauen. "Ein erwartet schwerer Gegner. Vorne haben wir zu viele Chancen liegen gelassen und dadurch nie bei Herzhorn die Moral brechen können", so THW-Trainer Dennis Olbert gegenüber SPRUNGWURF.TV.

SG Hamburg-Nord vs. HSG Ostsee N/G (Endergebnis: 24:30 | HZ: 13:10): Halbzeitführung nicht genutzt - Ostsee mit drittem Sieg. Unkonzentriertheiten der Gäste, nutzten die Hausherren aus Hamburg nicht. Den Start völlig verschlafen hat Aufsteiger Ostsee. So lag man bis zur Halbzeitpause teilweise mit sieben Toren im RÜckstand. So gelang es der HSG erst in der 42.Minute den Ausgleich zum zwischenzeitlichem 19:19 zu erzielen. Bis dahin war der Hausherr von der SG in der besseren Ausgangslage. Doch nach dem Ausgleich gelang nicht mehr viel für die SG. Ostsee wusste sich wieder zu fangen und machte bis zum Spielende schnellen Prozess. Siegte man am Ende mit 30:24. Teuer bezahlen musste die HSG den Sieg. Wurde das Spiel durch die schwere Handverletztung von Jan-Ove Litzenroth überschattet. Musste die stark blutende Wunde notärztlich versorgt werden. Weiterhin von der Tabellenspitze grüßt somit der Aufsteiger mit 6:0-Punkten. Hamburg-Nord steht im Tabellenmittelfeld auf dem neunten Platz.

HG Hamburg-Barmbek vs. TV Fischbek (Endergebnis: 32:24 | HZ: 16:9): Barmbek eine Nummer zu groß - Fischbek zu harmlos. Die Startphase gehörte den Gästen aus Fischbek. Schafften sie ihre Möglichkeiten zu nutzen und mit 4:1 in Führung zu gehen. Barmbek fing sich in der Folge und stand nun besser in der Abwehr. So dauerte es nicht lange bis der Ausgleich hergestellt wurde. Bis zur 20.Minute war es ein Spiel auf Augenhöhe. Anschließend setzten sich die Hausherren nach und nach ab. Nur kurz gelang der Anschlusstreffer zum 8:9 (22.Minute). Die Seiten wechselten beide Mannschaften mit einer 16:9-Führung für die HG. Im zweiten Durchgang stand die Abwehr der Favoriten und so führten die Barmbeker stets mit mindestens fünf Toren. Am Ende siegten die Jungs von HG-Trainer Holger Bockelmann verdient mit 32:24 und konnten einen perfekten Saisonstart mit 6:0-Punkten hinlegen. "Das Spiel war sicher nicht besonders schön anzusehen. Ein Pflichtsieg, für den wir keinen Schönheitspreis bekommen. Aber aufgrund der Fischbeker Kamikaze-Taktik war es uns nur wichtig, das SPiel zu verwalten und kein unnötiges Risiko einzugehen. Die Spiele der Fischbeker gegen Herzhorn und Kiel haben gezeigt, was passieren kann, wenn man die Kontrolle über diese unorthodoxe Spielweise verliert. Siebter Feldspieler, offensive Deckungsvarianten im Wechsel mit einer 6:0, das volle Programm wurde ausgepackt, aber fünf direkt verwandelte Ballgewinne, drei davon von unserem Keeper Christoph Beutner, hielten Fischbek auf Abstand. Geärgert haben mir eigentlich nur die vielen gewonnen Bälle in der Abwehr, die uns wieder weggepfiffen wurden", so HG-Trainer Bockelmann auf der vereinseigenen Interneitseite. Mit dem dritten Sieg in Folge rangieren die Hausherren nun auf dem zweiten Tabellenplatz. Fischbek findet sich auf dem dreizehnten Tabellenplatz wieder.

SG WIFT Neumünster vs. TuS Esingen (Endergebnis: 33:23 | HZ: 14:12): Koslowski überzeugt - Esingen macht Mut. Für den Außenseiter aus Esingen lief es bis zur 20:22 in der 48.Minute sehr gut. Einzig die fünfzehn Treffer von SG-Spieler Fridtjof Koslowski konnte man nicht aufhalten. Ansonsten wusste man zu jeder Zeit in der Abwehr und im Angriff die Hausherren vor neue Aufgaben zu stellen. So war auch der knappe Halbzeitrückstand völlig in Ordnung. Erst in den letzten zwölf Minuten des Spiels wurde das Spiel klar, zu Gunsten der Neumünsteraner. WIFT-Trainer war über die schlechte Spielaufteilung seiner Mannen indes mehr als unzufrieden. Gab er gegenüber dem "Holsteinischen Courier" seine Enttäuschung offen zu: "Der Ablauf in Überzahl wird nicht eingehalten, weil irgendwer der Meinung ist, werfen zu müssen, anstatt den Ball geduldig weiterzuspielen. Da müssen wir cleverer werden. Zum Schluss haben wir die Ruhe bewahrt, die einfachen Wege gespielt und die richtigen Entscheidungen getroffen. Am Ende siegte WIFT deutlich und verdient mit 33:23. "Wir haben das Ergebnis über 48 Minuten sehr knapp gehalten und einem Gegner, dem wir in der letzten Saison noch klar unterlegen waren, lange alles abverlangt. Leider konnten wir nicht bis zum Ende dagegen halten. Dafür, dass wir WiFT/Neumünster über 60 Minuten ein ebenbürtiger Gegner sein können, werden wir bis zum Rückspiel hart arbeiten − und es gab viele positive Dinge, die von der Mannschaft gut umgesetzt wurden und die wir aus dieser Partie mitnehmen können", so TuS-Trainer Claas-Peter Schütt gegenüber den "Uetersener Nachrichten".

HT Norderstedt vs. TSV Hürup (Endergebnis: 29:38 | HZ: 14:20): Hürup agierte clever - Norderstedt mit erster Heimniederlage nach einem Jahr. Das schmeckte den Hausherren gar nicht. Musste man nach über einem Jahr die erste Heimniederlage einstecken. Zu Gast war der nördlichste Verein aus der Liga. Hürup war mit viel Respekt angereist und hatte einen Matchplan. "Wir haben bewusst das Tempo aus unserem Spiel rausgenommen und unsere Angriffe konzentriert und diszipliniert aufgebaut. Vor allem unsere Effektivität im Angriff hat uns hier geholfen. Wir haben uns in der Abwehr nicht auf das dynamische Angriffsspiel von Norderstedt eingelassen und sind passiv geblieben. Norderstedt hat sich müde gespielt", so TSV-Manager Björn Schlapkohl auf der vereinseigenen Facebookseite. Am Ende siegte Hürup verdient mit 38:29 und stellte mit Niels Jensen (11 Tore) den treffsichersten Spieler. Hürup steht nun mit 4:2-Punkten auf dem fünften Tabellenplatz. Ebenfalls noch im Tabellenmittelfeld findet man den Aufsteiger aus Norderstedt wieder. Mit nun 2:4-Punkten steht man auf dem achten Tabellenplatz.

Norderstedt baut auf Heimstäre – Hürup mit Sieg im Gepäck. Die weite Reise aus dem hohen Norden tritt der TSV Hürup mit einem Sieg aus dem vergangenen Spiel gegen die Marmeladenstädter an. Mit 2:2-Punkten ist Hürup durchwachsen gestartet und will die nächsten Punkte einsammeln. Schwer werden sie es beim Aufsteiger aus Norderstedt jedoch haben. Sind die Gastgeber seit über einem Jahr zu Hause ungeschlagen. „Wir spielen gegen eine junge temporeiche Truppe die mit Ove Jensen einen herausragenden Rückraumschützen hat. Wir haben die Niederlage gegen die HSG Ostsee abgehakt und wollen zu Hause wieder mit Mut und Emotionen zu Werke gehen. Wir sind seit über 1 Jahr zu Hause ungeschlagen und wollen an unsere starke Leistung aus dem WIFT-Spiel anknüpfen“, so HT-Manager Sven Vörtmann gegenüber SPRUNGWURF.TV.

Preetzer TSV vs. HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg (Endergebnis: 22:35 | HZ: 12:16): Indiskutable Leistung der Preetzer - Schülp war perfekt vorbereitet. Die 150 Zuschauer staunten nicht schlecht. Die Schusterjungs fanden in heimischer Halle sehr schwer ins Spiel. Ging der Gast aus Schülp bereits in der 6.Minute mit 4:0 in Führung gab diese auch nicht mehr her. Den Hausherren fiel zu keiner Zeit eine Lösung ein und musste früh feststellen, dass die Aufsteiger zu jeder Auslösehandlung eine Antwort hatten. So war es auch nicht verwunderlich, dass man noch mit einem recht knappen Rückstand (12.16) in die Kabine ging. Doch nach dem Seitenwechsel wurde es nicht besser. Die Abwehr war mehr als löchrig und auch der Angriff wusste zu keiner Zeit zu überzeugen. So war es auch einfach für HSG-Spieler Tim Dau gleich zwölf Treffer zu erzielen. Am Ende siegten die Gäste auch in der Höhe verdient mit 35:22 und fügten dem PTSV die zweite Niederlage in Folge zu. Schülp rangiert nun vor den Preetzern mit 2:4-Punkten im Tabellenmittelfeld. "Schülp war uns in allen Belangen überlegen. Sie haben uns mit cleverer Spielführung den Schneid abgekauft. Warum wir keinen Zugriff bekamen, werden wir jetzt individuell aufarbeiten", so PTSV-Trainer Dieter Eigemann gegenüber den "Kieler Nachrichten".VfL Bad Schwartau U23 vs. FC St. Pauli (Endergebnis: 26:25 | HZ: 12:13): Schwartau überzeugt mit Mannschaftsleistung - Pauli knapp geschlagen. Mit nur elf Spielern reiste der Kiezklub aus Hamburg zu den Marmeladenstädtern. Aufgeben stand jedoch nicht auf der Tagesordnung. So waren die Kiezhandballer zu jederzeit voll auf Augenhöhe und gestalteten das Spiel sehr offen. Zur Halbzeitpause schafften sie sogar, mit einer 13:12-Führung in die Kabine zu gehen. Nach dem Seitenwechsel bot sich das gleiche Bild. VfL-Torhüter Moritz Müller wusste zu überzeugen und parierte gleich mehrmals die Bälle vom FC. Am Ende siegte die U23 vom VfL knapp mit 26:25. "Eine tolle geschlossene Mannschaftsleistung. Die Abwehr hat gut funktioniert und ihre Aufgaben gut erfüllt. Dazu Moritz Müller im Tor gut im Spiel gewesen und im Angriff haben wir geduldig bis zur Chance gespielt. Auch wenn wir vorne den ein oder anderen Ball cleverer verwerten müssen, war es eine rundum gute Leistung der jungen Mannschaft und ein sehr verdienter Sieg. Traurig bin ich über die Verletzung von Maciej Judycki, der sich in der ersten Hälfte schwer am Knie verletzt hat. Ich hoffe, dass Maciej schnell wieder auf die Platte zurückkommen wird", so VfL-Trainer Thomas Steinkrauß gegenüber SPRUNGWURF.TV. Mit dem Sieg ist dem VfL der Sprung vom letzten Tabelleplatz gelungen.


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