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Oberliga HH/S-H (Männer): Der 17.Spieltag im Rückblick

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09.02.2015 - 12:15 | Quelle: sprungwurf.tv

Hamburg/Schleswig-Holstein - Am 17.Spieltag gab es keine großen Überraschungen. DHK Flensborg und der HSV Handball 2 ziehen weiterhin ihre Kreise an der Tabellenspitze. Für den TV Fischbek hingegen wird es langsam eng mit dem Klassenerhalt. Musste man eine Niederlage beim direkten Konkurrenten einstecken.

DHK Flensborg 1 vs. TSV Hürup 1 (Endstand: 27:23 | HZ: 12:10): Flensborg tut sich schwer im Derby - Hürup konnte lange gut mithalten. Die Vorzeichen für ein gutes und spannendes Derby waren mehr als positiv. Die Idrætshalle war nahezu ausverkauft und die Stimmung gut. Das Spiel begann ausgeglichen. Keine der beiden Mannschaften konnte sich mit mehreren Toren absetzen. Hürup ging sogar einmal mit 7:6 in Führung. Flensborg glich jedoch umgehend aus und spielte eine 12:10-Führung heraus. Besonders auffällig in der 1.Halbzeit war Marc Blockus. Der Linkshänder traf nach belieben und warf fast allein den DHK zur Halbzeitführung. Nach dem Seitenwechsel gelang es den Flensborgern sich schnell auf 16:13 abzusetzen und ließen sich das Spiel nicht mehr aus der Hand nehmen. Die Führung hätte jedoch höher ausfallen müssen, zeigte Noah Jessen im Tor der Hüruper eine starke Leistung. Aber auch Heimtorhüter Paul Weidner zeigte eine sehenswerte Leistung und trieb die Gäste nahezu zur Verzweiflung. Am Ende konnten die Hausherren einen souveränen 27:23-Derbysieg einfahren und zeigten sich sichtlich erleichert. Auffälligste Spieler waren neben den beiden Torhütern Marc Blockus (10 Tore), Jeppe Bruhn (8/2) sowie sein Landsmann Lasse Johannsen (2). Heimtrainer Matthias Hahn gegenüber dem "Flensburger Avis": "Es war das erwartet schwere, aber auch das erwartet schöne Spiel. Ich denke es war wirklich sehenswert." Dank des Sieges steht der DHK Flensborg weiterhin souverän an der Tabellenspitze und träumt immer noch vom Aufstieg. Hürup steht momentan auf dem 8.Tabellenplatz, haben jedoch nur zwei Punkte Rückstand auf den Tabellenvierten. 

TSV Mildstedt 1 vs. VfL Bad Schwartau 2 (Endstand: 28:29): Schwartau festigt Mittelfeldplatz - Mildstedt rutscht ab. Mildstedt ist durch die Niederlage auf Platz 13 abgerutscht. Schwartau ist nun auf einem guten 6.Tabellenplatz und kann langsam für die nächste Saison planen.

SG WIFT Neumünster 1 vs. HG Hamburg-Barmbek 1 (Endstand: 28:25 | HZ: 14:12): Neumünster gewinnt knapp - Barmbek mit personellem Engpass. In einem Spiel, das auf Augenhöhe stattfand, gewinnt die Mannschaft mit der besseren und breiteren Bank. Bei Barmbek waren gleich drei Spieler (Levin Dietrich, Robin Hoth und Jörn Kammler) nicht mitgereist. Und mit Nils Becker war ein weiterer Spieler zum zuschauen verdammt, nach einem rüden Einsatz eines Wifter Spielers mit einem ausgekugelten Finger. Das Aufbauspiel der Barmbeker kam aufgrund einem Abwehr-Angriffswechsel ins Stocken. Dies wussten die WIFTer nutzen und kamen über die schnelle Mitte zu einfachen Toren. So gingen die Hausherren mit einer 14:12-Führung in die Halbzeitpause. Die zweite Hälfte begann auf Seiten der Gäste weiterhin ohne Tempospiel. Zehn Minuten vor Spielende gelang es den Barmbekern sogar mit 21:20 in Führung zu gehen. Doch nun kam die breite Bank der Neumünsteraner zum Zuge und so mussten sich Hamburger mit 28:25 geschlagen geben. Gästetrainer Holger Bockelmann auf der Vereinsseite: "Kämpferisch haben wir alles in die Waagschale geschmissen. Mit nur einem Rückraumspieler mehr, hätten wir das Spiel  gewonnen, davon bin ich überzeugt. Die Bank der Neumünsteraner hat den Ausschlag gegeben." WIFT steht weiterhin auf einem guten 3.Tabellenplatz und hat einen beruhigen Vorsprung von sieben Punkten auf den Tabellenvierten aus Preetz. Barmbek hat durch die Niederlage noch vier Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze und kann noch beruhigt in die nächsten Spiele gehen.

HSG Eider Harde 1 vs. TV Fischbek 1 (Endstand: 27:24 | HZ: 10:6): Eider Harde kommt Klassenerhalt näher - Fischbek benötigt ein Wunder. Für die knapp 200 Zuschauer in der Werner-Kuhrt-Halle der HSG Eider Harde war es ein Spiel zum abgewöhnen. Das Spiel begann mit einer gut gestehenden Abwehr auf Seiten der Hausherren. Den Lohn hierfür nahmen die Harderer jedoch nicht an und schafften lediglich zehn Tore in der 1.Halbzeit zu werfen. Besonders die Leistung vom jungen Torhüter Simon Treziak ist hervorzuheben. Hat er doch dazu beigetragen, dass den Hamburgern nur sechs Tore in der ersten Hälfte gelangen. Zur Halbzeitpause führte die HSG mit 10:6. In der 2.Halbzeit präsentierten sich die Hausherren zunehmend hektisch. Die Fischbeker spielten nun ihren größten Trumpf aus und agierten fortan mit Spielertrainer Roman Judicky. Der ehemalige polinsche Nationalspieler sowie HSV-Profi spielte ein ums andere mal die Abwehr der HSG auseinander. Dies nutzte aber nicht mehr. Fischbek gelang es nicht, mehr als auf drei Tore zu verkürzen und mussten die nächste Niederlag einstecken. Heimtrainer Christian Gosch gegenüber der Landeszeitung: "Selbst bei einer Sechs-Tore-Führung agieren wir viel zu hektisch. Das war heute vielleicht nicht immer schön, aber erfolgreich.“ Dank des Sieges stehen die Harderer nun auf dem 12.Tabellenplatz und haben nur noch drei Punkte Rückstand auf den Tabellenelften. Für die Fischbeker wird es langsam knapp. Der Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz beträgt acht Punkte.

MTV Herzhorn 1 vs. SG Hamburg-Nord 1 (Endstand: 27:25 | HZ: 14:12): Herzhorn siegt nach dem Highlight am Freitag - Hamburg-Nord muss unglückliche Niederlage hinnehmen. In einer sehr gut gefüllten Halle starteten beide Mannschaften recht offen. Die Deckung war auf beiden Seiten ziemlich. Beim MTV möglicherweise davon geschuldet, dass man am Freitagabend gegen den Rekordmeister THW Kiel spielte (wir berichteten). In den ersten Minuten vielen auf beiden Seiten viele Tore und das Spiel war anfangs sehr ausgeglichen. Doch die Hausherren fingen sich und wurden aufmerksamer. Die technischen Fehler der Gäste aus Hamburg nutzen sie aus und gingen mit 14:12 in Führung zur Halbzeitpause. Die SG Hamburg-Nord startete schlecht in die zweite Halbzeit. Vor allem das Wurfpech war ein Faktor dafür. Herzhorn konnte den Vorsprung ausbauen und führte zwischenzeitlich mit sechs Toren. Hamburg-Nord gelang es den Rückstand aufzuholen, schlugen sich aber selbst mit fahrlässigen Anspielen und zu wenig Bewegung im Angriff. Am Ende gingen die Herzhorner als glückliche, aber durch aus verdiente Sieger mit 27:25 vom Spielfeld. Herzhorn hat durch den Sieg weiterhin drei Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Hamburg-Nord rutschte auf den letzten Nichtabstiegsrang ab und hat nur noch drei Punkte Vorsprung auf die HSG Eider Harde.

HSV Handball 2 vs. TSV Ellerbek 1 (Endstand: 41:33 | HZ: 22:20): HSV Handball siegt Dank guter zweiter Hälfte - Ellerbek scheiterte an der Kondition. Der TSV Ellerbek wollte sich nicht billig verkaufen. Die Mannschaft war heiß und hochmotiviert. Und am Anfang sah es auch so aus, als könnte es eine Überraschung geben. Lange Zeit war es eine Partie auf Augenhöhe, in der Ellerbek einige Male die Führung übernahm. Doch in den letzten Minuten ging den Ellerbekern die Puste aus. „Der HSV war einfach athletischer“, stellte Trainer Michael Bollhöfer nach dem Abpfiff fest. Mit einem knappen Vorsprung von 22:20 ging der HSV in die Kabine und auch die zweite Halbzeit gestaltete sich zunächst ausgeglichen. Doch der Einbruch kam mit der 55.Minute, und als Christopher Behre sich zwei Minuten vor Ende eine Zeitstrafe einhandelte, stand die Niederlage fest. Der HSV hat im Ergebnis verdient gewonnen. Doch mit 41:35 fiel es am Ende doch etwas hoch aus. Bester Mann im Spiel der Ellerbeker war wieder einmal Bennet Kretschmer, der mit 12/2 Toren nicht nur seine 100 Tore Marke knackte, sondern sich auch auf den vierten Rang der Torwerferstatistik der Oberliga warf. Die Reserve des HSV ist weiterhin Tabellenzweiter bei zwei Spielen und drei Punkten weniger. Ellerbek hingegen steht auf einem respektablem 5.Tabellenplatz. Hat sich aber durchaus Hoffnungen auf einen besseren Tabellenplatz gemacht.

Preetzer TSV 1 vs. FC St. Pauli 1 (Endstand: 27:27 | HZ: 13:11): Fehlerfestival bringt Unentschieden - Preetz nun Tabellenvierter. In einem Spiel das von technischen Fehlern geprägt wurde, können beide Mannschaften mit der Punkteteilung zufrieden sein. Das Spiel war stets ausgeglichen und keiner wollte und konnte sich so recht absetzen. Zur Halbzeit gelang es den Hausherren mit einer Zwei-Tore-Führung in die Kabinen zu gehen. Dies konnte man aber in der 2.Halbzeit nicht ausnutzen und so glichen die Kiezhandballer schnell zum 14:14 aus. Von da wechselte die Führung hin und her. Kurz vor Spielende führten die Gäste mit 27:26, konnten dies aber nicht halten und so glichen die Preetzer zum 27:27 aus. Die Schusterjungs hatten durch einen direkten Freiwurf sogar noch die Chance zum Siegtreffer. Der TSV warf den jedoch in die Mauer. In einem eher durchschnittlichen Spiel war das Comeback von  Martin Ambrosius nach Kreuzbandriss das Highlight. Durch die Punkteteilung rangieren die Preetzer momentan auf dem 4.Tabellenplatz. Haben jedoch keine Chance oben anzugreifen - ist der Rückstand einfach zu groß. Die Kiezhandballer stehen momentan auf einem 6.Tabellenplatz und müssen sich so langsam keine Sorgen mehr um den Abstieg machen.


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