Logo

S-H-Liga Männer (12. Spieltag): Der Ausblick

Alle Neuigkeiten
29.11.2018 - 16:50 | Quelle: Sprungwurf.TV

Schleswig-Holstein – Die HSG Horst/Kiebitzreihe kann doch noch gewinnen. Das Team entführte überraschend beide Zähler aus Stockelsdorf. Und auch der Bredstedter TSV war endlich wieder erfolgreich. Im Nordfrieslandderby gewann der BTSV in Mildstedt. Im Spitzenspiel siegten die Tarper Wölfe knapp aber verdient bei der HSG Marne/Brunsbüttel und sind wieder Tabellenzweiter.

Am 12. Spieltag erwartet der TuS Aumühle/Wohltorf die HSG Marne/Brunsbüttel. Die Dithmarscher mussten am vergangenen Wochenende nach 5 Siegen in Folge erstmals wieder beide Punkte abgeben. Aumühle zeigte beim Einstand von Arne Schneider auf der TuS-Bank bei der heimstarken HSG Nord-NF zwar vielversprechende Ansätze, musste sich letztlich aber doch  knapp geschlagen geben.

Sprungwurf.tv sprach mit dem neuen Coach des TuS Aumühle/Wohltorf, Arne Schneider

Sprungwurf.tv: Dein Einstand mit dem Spiel bei der sehr heimstarken HSG Nord-NF verlief zumindest vom Ergebnis her nicht erfolgreich? Welche Erkenntnisse hast du aus dem Spiel gezogen?

Schneider: Wir haben das Spiel zusammen analysiert und waren uns eigentlich alle einig, was unsere Fehler waren. Wir waren in vielen Situationen zu unkonzentriert und haben dem Gegner leichte Tore ermöglicht, was uns hinten heraus den Sieg gekostet hat.

Sprungwurf.tv: Was sind aus deiner Sicht die wichtigsten Aufgaben für dein Team in den nächsten Wochen?

Schneider: Am wichtigsten wird es sein, den suboptimalen Saisonstart aus den Köpfen zu bekommen. Wir arbeiten weiter hart an unserer Deckung und dem Konzept für den Angriff. Wenn wir das alles verinnerlicht haben, werden wir auch wieder erfolgreich sein.

Sprungwurf.tv: Nächster Gegner ist die HSG Marne/Brunsbüttel. Deine Einschätzung zum Spiel und zum Gegner.

Schneider: Marne ist natürlich ein sehr starker Gegner und spielt bisher eine tolle Saison. Wenn man auf die Tabelle schaut sind sie der klare Favorit, aber wir spielen zu Hause in unseren 4 Wänden und wollen natürlich die Punkte bei uns behalten. Dass das natürlich ein hartes Stück Arbeit wird, ist uns bewusst.

Die übrigen Begegnungen:

Der TSV Hürup II schwebt weiter auf der Erfolgswelle und ist in der Tabelle bereits auf Platz 5 geklettert. In der Partie beim Schlusslicht TSV Altenholz II geht das Stapelfeldt-Team erstmals als Favorit in ein Auswärtsspiel. Man darf gespannt sein, wie die Hüruper Oberligareserve mit dieser Rolle umgeht. Für den TSVA ist die Partie nach den Ergebnissen vom letzten Wochenende schon fast ein Schicksalsspiel.

Kollektives Aufatmen bei der HSG Horst/Kiebitzreihe. Ausgerechnet beim zuletzt bärenstarken ATSV Stockelsdorf gelang dem Aufsteiger das lang ersehnte Erfolgserlebnis. Ausgerechnet jetzt gibt die HSG Mönkeberg/Schönkirchen seine Visitenkarte bei den Haien ab. Der souveräne Spitzenreiter musste sich bisher lediglich der heimstarken HSG Nord-NF geschlagen geben. Eine ganz schwere Hürde also für die Steinburger. Kann das Team von Michael Krieter der Schwung aus dem Spiel in Stockelsdorf mitnehmen, ist eine erneute Überraschung aber möglich.

Anders als in Aumühle hat der Trainerwechsel dem Bredstedter TSV gleich einen Erfolg beschert. Mit dem Sieg in Mildstedt hat der BTSV seine Durststrecke beendet und möchte darauf in den kommenden Spielen aufbauen. Der nächste Gegner, der TSV Kronshagen, hat aber ein ganz anderes Kaliber. Die Kieler Vorstädter zählen zu den Aufstiegskandidaten und sind diesen Vorschusslorbeeren bisher durchaus gerecht geworden. Ob der Bredstedter TSV schon wieder stabil genug ist um auch gegen den Favoriten zu punkten, bleibt abzuwarten. Aber auch in diesem Spiel gilt: eine Überraschung ist möglich.

Kein Spiel seit der Ferienpause gewonnen, 1:9 Punkte und der Absturz auf Platz 11 – auch der TSV Sieverstedt wartet sehnsüchtig auf ein Erfolgserlebnis. Im Derby gegen den HC Treia/Jübek soll der Brustlöser endlich her. Aber Vorsicht, Treia gehört zu den launischen Diven der Liga. An guten Tagen ist das Schmidt-Team in der Lage, jedes Team der Liga zu bezwingen. Zwar hat Sieverstedt den Heimvorteil auf seiner Seite, die große Frage ist aber: halten die Nerven dem steigenden Druck stand.

Die Tarper Wölfe haben es in der Schlussphase der Hinrunde fast ausschließlich mit den Spitzenmannschaften zu tun. Nach der Partie in Marne heißt die Aufgabe diesmal ATSV Stockelsdorf. Die Mannschaft von Trainer Fabian Jäger musste nach Wochen des Erfolges am letzten Spieltag eine überraschende Heimniederlage hinnehmen. Die Treenehandballer wollen mit einem Heimsieg weiter dran bleiben an Tabellenführer Mönkeberg. Ein enges Spiel ist zu erwarten in dem die Tagesform wohl den Ausschlag geben wird.

Der Preetzer TSV gehört auch zu den Wundertüten der Liga. Man weiß nie so recht was man erwarten kann. Nach der Niederlage in Hürup und den Siegen der Konkurrenz aus Bredstedt und Horst ist ein Heimsieg gegen den TSV Mildstedt eigentlich Pflicht. Die Nordfriesen benötigen ebenfalls jeden Punkt, um sich vom Tabellenkeller zu lösen. Ein handballerisches Highlight ist da nicht unbedingt zu erwarten, die starke Abwehr und der Heimvorteil sprechen für die Schusterstädter.

IB


Schleswig-Holstein-Liga (Herren)