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S-H-Liga Männer (19. Spieltag): Der Ausblick

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22.02.2019 - 01:00 | Quelle: sprungwurf.tv

Schleswig-Holstein – Aus dem Dreikampf um den Oberligaabstieg ist ein Zweikampf geworden. Während die HSG Mönkeberg/Schönkirchen etwas überraschend beim abstiegsbedrohten Bredstedter TSV Federn lassen musste, blieben der TSV Kronshagen und die HSG Tarp/Wanderup auf Kurs. Kronshagen gewann gegen die HSG Marne/Brunsbüttel und die Tarper Wölfe kamen zu einem mühsamen Auswärtserfolg beim TSV Mildstedt. Die Abstiegsfrage ist da wesentlich unübersichtlicher. Von Platz 7 abwärts kann sich keine Mannschaft sicher fühlen. Ein dickes Ausrufezeichen im Abstiegskampf setzte am Wochenende neben Bredstedt der TSV Sieverstedt mit dem Kantersieg gegen die HSG Nord NF. Beide Teams wollen am Wochenende nachlegen.

Dabei erwartet der TSV Sieverstedt (11./14:20) das Schlusslicht TSV Altenholz II. Mit derzeit 5:29 Punkten ist der Tabellenletzte wohl vor dem Abstieg nicht mehr zu retten. Somit ist die Favoritenrolle in diesem Spiel klar an die Hausherren vergeben. Das Hasenpusch-Team hat nach langer Durststrecke zuletzt zweimal in Folge gewinnen können, viel Selbstvertrauen getankt und möchte diese Bilanz gegen den TSVA natürlich weiter ausbauen. Alles andere als ein Heimsieg wäre schon eine Überraschung.

Auch der Bredstedter TSV (10./15:19) steht vor einer lösbaren Heimaufgabe. Die Nordfriesen erwarten den ebenfalls stark abstiegsbedrohten Preetzer TSV (13./11:25). Die Schusterstädter benötigen die Punkte noch eigentlich dringender als der BTSV. Zwar spricht in diesem Spiel vieles für die Gastgeber, Preetz ist aber durchaus auch immer für eine Überraschung gut, zumal er auf eine sehr stabile Defensive bauen kann. Dennoch sollte am Ende Bredstedt knapp die Nase vorn haben.

Für den TSV Mildstedt (14./8:26) geht es im Heimspiel gegen den TSV Hürup II (7./18:18) um die vielleicht allerletzte Chance, doch noch aus dem Tabellenkeller heraus zu kommen. Dafür ist aber ein Sieg Pflicht. Aber auch die Hüruper Oberligareserve darf sich keinen Ausrutscher erlauben, will man nicht doch noch einmal in ernsthafte Bedrängnis kommen. Zwar präsentierte sich die Mannschaft von Dennes Stapelfeldt in den letzten Wochen ein wenig als Wundertüte, in Mildstedt ist das Team dennoch leicht favorisiert, zumal man sich natürlich auch noch für die Hinspielniederlage revanchieren möchte. Tendenz, auch angesichts der Mildstedter Heimschwäche: ein knapper Hüruper Sieg.

Die HSG Marne/Brunsbüttel (5./20:16) erwartet im Spiel der Tabellennachbarn den ATSV Stockelsdorf (6./19:17) und möchte dabei seine nicht sonderlich gute Heimbilanz aufbessern. Gegen den zuletzt leistungsmäßig etwas schwankenden ATSV stehen die Chancen auf einen Heimerfolg durchaus gut. Für beide Mannschaften geht wohl weder nach oben noch nach unten etwas, sie können deshalb befreit aufspielen. Am Ende wird hier die Tagesform über Sieg oder Niederlage entscheiden.

Mit 6 Minuspunkten Rückstand auf Kronshagen hat sich die HSG Mönkeberg/Schönkirchen (3./24:10) wohl aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet. Nach zuletzt durchwachsenen Leistungen wollen sich die Kieler im Heimspiel gegen die HSG Nord NF (8./18:18) für die unerwartete Niederlage in Bredstedt rehabilitieren. Aber auch das Team von der dänischen Grenze benötigt die Punkte um nicht doch noch in den Abstiegssog gezogen zu werden. Das verspricht eine spannende Partie mit offenem Ausgang. Mönkeberg hat in den letzten Wochen keine Bäume ausgerissen, gleiches gilt aber auch für die auswärtsschwachen Gäste.

Die HSG Tarp/Wanderup (2./30:6) erwartet nach dem Auswärtssieg in Mildstedt am Wochenende mit dem TuS Aumühle/Wohltorf (12./13:23) erneut eine Mannschaft aus der Abstiegszone. Das Team aus dem Herzogtum Lauenburg liegt aktuell auf dem ersten Regelabstiegsplatz und benötig dringend Punkte um den Anschluss an das rettende Ufer nicht zu verlieren. Anschluss halten wollen auch die Jungs von Jan Weide. Zwei Punkte liegen die Wölfe hinter Tabellenführer Kronshagen auf der Lauer. Eine Woche vor dem Spitzenspiel in der Treenehalle möchte man sich da natürlich gegen Aumühle schadlos halten. Allerdings haben sich die Treenehandballer in dieser Saison gerade gegen die vermeintlichen Außenseiter immer schwer getan. Dennoch, auch hier wäre ein Gästesieg eine große Überraschung.

Mit dem HC Treia/Jübek (4./23:13) erwartet der TSV Kronshagen (1./32:4) eine der beiden Mannschaften, gegen die man in dieser Spielzeit verloren hat. Die Schlappe in Silberstedt war die bisher letzte Pleite des TSV. Danach meisterte das Ehmke-Team alle Hürden souverän und geht auch gegen Treia als Favorit an den Start, schließlich will man sich auch für die Hinspielniederlage revanchieren. Allerdings ist der kampfstarke HC immer ein unbequemer Gegner, der zudem ohne Druck aufspielen kann. Ob das allein ausreicht, Punkte aus Kronshagen zu entführen, ist allerdings fraglich.

ibr


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