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S-H-Liga Männer: Auch am drittletzten Spieltag lieg der Fokus auf Meisterschaft und Abstiegsfrage

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09.05.2019 - 10:23 | Quelle: sprungwurf.tv

Schleswig-Holstein - Die Entscheidungen über Meisterschaft und Abstieg sind in der Dritten Liga und in der Oberliga HH/SH gefallen. Das hat auch Auswirkungen auf die S-H-Liga. Weil mit dem MTV Herzhorn und dem VfL Bad Schwartau II zwei Teams aus der Oberliga in die S-H-Liga abgestiegen sind, werden dort am Ende fünf Teams den Gang in die Landesligen antreten müssen. Drei Absteiger stehen bereits fest, wer dem TSV Altenholz II, dem TSV Mildstedt und dem Preetzer TSV noch folgen muss, entscheidet sich wohl erst am letzten Spieltag. Gleiches gilt auch für die Aufstiegsfrage, in der das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der HSG Tarp/Wanderup (1./42:10) und dem TSV Kronshagen (2./40:10) weitergeht.

Aufstieg: Während es für die „Wölfe“ am letzten Wochenende in Stockelsdorf nur zu einer Punkteteilung reichte, feierte der TSV Kronshagen gegen den Bredstedter TSV einen Kantersieg und liegt nach Minuspunkten wieder gleichauf mit den Treenehandballern. Die haben aber noch den kleinen Vorteil des gewonnenen direkten Vergleiches.

Am drittletzten Spieltag haben die „Wölfe“ im Vergleich zu Kronshagen die deutlich schwerere Aufgabe zu bewältigen. Gegner HSG Mönkeberg/Schönkirchen hat zum Saisonende seine Form wiedergefunden und wird alles daran setzen, der HSG ein Bein zu stellen. Am 27. Spieltag sind die Tarper spielfrei und treten dann am letzten Spieltag bei der abstiegsbedrohten HSG Horst/Kiebitzreihe an.

Der TSV Kronshagen reißt am Samstag zum bereits abgestiegenen Preetzer TSV und ist in dem Spiel ebenso haushoher Favorit wie eine Woche später in eigener Halle gegen den ebenfalls abgestiegenen TSV Mildstedt. Am Saisonende steht dann für die Randkieler noch eine schwere Auswärtshürde bei der Oberligareserve des TSV Hürup an.

Welches von den beiden Teams am Ende der Saison jubeln kann, ist ganz schwer zu prognostizieren. Das Restprogramm des TSV mutet auf dem Papier zwar eine Spur leichter an, aber auch die Wölfe sind in der Lage, ihre beiden schweren Hürden zu Meistern

Abstieg: Die Liste der Teams, die den feststehenden Absteigern folgen müssen, hat sich nach den letzten Spielen wieder ein wenig verlängert. Die heißesten Kandidaten für die zwei Abstiegsplätze sind die HSG Horst/Kiebitzreihe (12./19:31), der TuS Aumühle/Wohltorf (11./21:31) und der TSV Sieverstedt (10./21:29). Aber auch der Bredtstedter TSV (9./24:26) und der ATSV Stockelsdorf (8./25:25) sind noch nicht endgültig gerettet.

Die Chancen der HSG Horst/Kiebitzreihe haben sich nach der Niederlage vom Wochenende weiter verschlechtert. Die Verstärkungen, die im Laufe der Saison zu den Steinburgern gestoßen sind, haben noch nicht den gewünschten Effekt gebracht. Gegen die HSG Nord NF steht Horst unter dem Druck, gewinnen zu müssen, die Nordfriesen dagegen können befreit aufspielen. Allerdings zeigte sich das Team von Thorsten Schella auswärts in dieser Spielzeit sehr anfällig. Die weiteren Gegner der Horster sind der TuS Aumühle/Wohltorf (A) und die HSG Tarp/Wanderup (H). Pro: Horst hat noch 2 Heimspiele und kann auch in Aumühle Punkten; Contra: Horst ist von den Ergebnissen der Konkurrenten abhängig und hat den direkten Vergleich gegen Sieverstedt verloren. Prognose: Abstieg

Der TuS Aumühle/Wohltorf hat 12 seiner 21 Zähler in der Rückrunde geholt und will diese Bilanz im Heimspiel gegen den ATSV Stockelsdorf weiter ausbauen. Eine lösbare, aber schwere Aufgabe, denn auch der ATSV benötigt noch einen Punkt, um endgültig den Klassenerhalt zu sichern. Für Aumühle ist die Partie gegen Stodo bereits das vorletzte Saisonspiel, am nächsten Spieltag hat das Team aus dem Herzogtum Lauenburg noch den Konkurrenten aus Horst zu Gast. Pro: Aumühle zeigte zuletzt aufsteigende Form, zudem hat das Team 2 Heimspiele; Contra: Wie Horst ist man von den Ergebnissen der Konkurrenz abhängig und hat ebenfalls den direkten Vergleich mit Sieverstedt verloren. Prognose: es wird ganz eng, am Ende wohl aber nicht reichen.

Der TSV Sieverstedt zeigte sich in den letzten Wochen als Wundertüte. Überaschende Punktgewinne auf der einen, unerwartete Niederlagen auf der anderen Seite. Nun empfängt das Hasenpusch-Team zum Derby den TSV Hürup II. Der fuhr zuletzt 15:1 Punkte ein und belegt knapp hinter den „Wölfen“ Platz 2 in der Rückrundentabelle. Außerdem peilen die Angeliter Platz 3 in der Endabrechnung an. Somit ist das Team in Sieverstedt leicht favorisiert aber Derbys haben ihre eigenen Gesetze. Die Gegner der Sieverstedter sind dann noch der Preetzer TSV (A) und der Bredstedter TSV (H). Pro: Sieverstedt hat noch alles selbst in der Hand. Man hat noch 2 Heimspiele und eine lösbare Auswärtsaufgabe, zudem sprechen die gewonnenen direkten Vergleiche gegen Horst und Aumühle für den TSV. Contra: dem jungen Team mangelt es an Erfahrung in Drucksituationen. Prognose: Es wird gezittert, am Ende reicht es aber zum Klassenerhalt

Der Bredstedter TSV galt wie Stodo eigentlich schon als gerettet, kann aber nach den Ergebnissen vom Wochenende doch noch Probleme bekommen. Zwei Punkte benötigen die Nordfriesen um endgültig sicher zu sein. Die sollen nun im Heimspiel gegen den HC Treia/Jübek geholt werden. Im Hinspiel war man lange ebenbürtig, musste sich erst in den Schlussminuten beugen. Der HC dagegen schaut in Richtung Platz 3 und wird den Hausherren nichts schenken. Die weiteren Spiele bestreitet der BTSV dann noch gegen den TSV Altenholz II (H) und den TSV Sieverstedt (A). Pro: Bredstedt hat alles selbst in der Hand, kann in den beiden Heimspielen bereits alles klarmachen. Contra: Das Restprogramm ist nicht zu unterschätzen. Prognose: Klassenerhalt, allerdings sollten die nächsten beiden Spiele verloren gehen, könnte es den BTSV wider erwarten doch noch erwischen.

 

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