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S-H-Liga Männer: Der 9. Spieltag im Überblick

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08.11.2019 - 12:15 | Quelle: Sprungwurf.tv

Schleswig-Holstein - Die HSG Marne/Brunsbüttel bleibt derzeit das Maß aller Dinge in der Liga. Auch ohne den gesperrten Shooter Leif Friedrichs gab es gegen den TSV Hürup II einen souveränen Heimsieg. Erste Verfolger sind Vizemeister HSG Tarp/Wanderup, der beim Aufsteiger Holsteinische Schweiz den 5. Sieg in Folge einfuhr und der TuS Aumühle/Wohltorf, der sich gegen Aufsteiger HSG SZOWW schadlos hielt.

Auch der aktuelle Spieltag verspricht wieder spannende Auseinandersetzungen.

Der TSV Hürup II (9./5:7) erwartet im Duell der Enttäuschten den Bredstedter TSV (12./1:13). Nach gutem Saisonstart hat die Hüruper Oberligareserve zuletzt drei Spiele in Folge verloren. Gegen die Nordfriesen will man nun trotz einiger Verletzungsprobleme die Wende zum Positiven schaffen um nicht den Anschluss an die obere Tabellenhälfte zu verlieren. Noch düsterer sieht es für den BTSV aus. Noch immer wartet das Team auf den ersten Saisonerfolg. Dabei sind es immer wieder die Nerven, die dem Schella-Team in den entscheidenden Phasen einen Streich spielen. Gegen Mönkeberg letzte Woche war man eigentlich auf Kurs, vergab aber gleich fünf Strafwürfe. Ob gegen die Angeliter jetzt der Knoten platzt, ist fraglich. Der Heimvorteil spricht für Hürup.

Der TuS Aumühle/Wohltorf (3./9:3) ist nach einem schwierigen letzten Jahr jetzt endgültig in der Liga angekommen. Nur gegen die HSG Tarp/Wanderup mussten sich die Lauenburger in dieser Saison geschlagen geben. Gegen die HSG Mönkeberg/Schönkirchen (8./7:9) will der TuS mit einem Heimsieg weiter dranbleiben an den Spitzenplätzen. Eine sehr schwere Aufgabe, denn Mönkeberg hat seine Form gefunden und ist nach drei Siegen auf dem Vormarsch. Diese Serie soll sich auch in Aumühle fortsetzen. Hier ist eine völlig offene Partie zu erwarten. Beide Teams sind angesichts der letzten Erfolge mit genügend Selbstvertrauen ausgestattet. Die Hausherren verfügen derzeit über die stabilste Deckung der Liga, Mönkeberg über einen sehr torhungrigen Angriff.

Die HSG SZOWW (13./0:10) wartet immer noch auf den ersten Saisonerfolg. Die Nordfriesen haben zwar erst fünf Partien absolviert, will man den Kontakt zu den Nichtabstiegsplätzen nicht schon vorzeitig abreißen lassen, sind zwei Punkte gegen den MTV Herzhorn (4./8:4) aber eigentlich schon ein Muss. Favorit im Duell Aufsteiger gegen Absteiger ist allerdings der MTV. Die Steinburger mussten sich bisher lediglich Tabellenführer Marne und den Wölfen geschlagen geben und haben am letzten Spieltag gegen Stockelsdorf eine sehr starke Vorstellung geboten. Aber auch die kampfstarken Ohrstedter waren in Aumühle nahe dran am ersten Punktgewinn. Einstellung und Moral beim Aufsteiger sind also trotz der fehlenden Erfolge intakt, ob das allein allerdings gegen Herzhorn für den ersten Sieg reicht, bleibt abzuwarten.

Die HSG Tarp/Wanderup (2./11:3) ist nach 10:0 Punkten auf einem guten Weg und erster Verfolger von Tabellenführer Marne, der diesmal spielfrei ist. Gegen die HSG Tills Löwen (6./7:5) soll diese Serie weiter ausgebaut werden. Auch in diesem Spiel müssen die Wölfe verletzungsbedingt auf einige Akteure verzichten, was die ohnehin schon schwere Aufgabe gegen den derzeit bester Aufsteiger nicht leichter macht. Die Löwen haben sich nach dem Aufstieg optimal verstärkt und können mit einem ausgeglichenen Kader aufwarten. Aus ihren beiden bisher absolvierten Auswärtsspielen holte das Team drei Punkte. Es wird in jedem Fall ein ganz enges Spiel, in dem die leicht favorisierten Hausherren am Ende knapp die Oberhand behalten werden.

Der ATSV Stockelsdorf (5./8:4) will den Abwärtstrend nach den ersten beiden Saisonpleiten stoppen. Nach der knappen Heimniederlage gegen Aumühle kam der ATSV in Herzhorn gehörig unter die Räder. Im Heimspiel gegen den Aufsteiger HSG Holsteinische Schweiz (11./3:9) sind die Randlübecker auf Wiedergutmachung aus. Die Favoritenrolle fällt dem ATSV dabei auf jedem Fall zu. Der Aufsteiger aus Holstein hat zwar seine Ligatauglichkeit schon bewiesen, die letzten drei Spiele aber verloren und wartet in der Fremde überhaupt noch auf den ersten Punktgewinn. Das sich dieser Umstand ausgerechnet bei den spielstarken Stockelsdorfern ändert, ist eher unwahrscheinlich.

Ein spannendes Derby ist in der Partie zwischen dem TSV Sieverstedt (10./4:12) und dem HC Treia/Jübek zu erwarten. Dabei spricht die Bilanz der letzten Wochen für die Gäste. Während der HC nach zwei Siegen in Folge in Schwung gekommen ist, ist die bisherige Punkteausbeute des TSV eher ernüchternd. Zwar hat der TSV im diesem Derby das Heimrecht aber auch in eigener Halle konnte man in dieser Saison erst einmal gewinnen. Statistik ist aber nicht alles und hat auch noch nie ein Spiel entschieden. Zudem kommt dieser Partie auch noch der Derbyfaktor hinzu. Am Ende wird das Team die Nase vorn haben, das nach einem ausgeglichen Spiel den einen entscheidenden Fehler weniger macht.

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