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Usedom gründet eigene Akademie und will den Handball pushen

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08.04.2021 - 15:00 | Quelle: HSV Insel Usedom (Pressemitteilung)

Usedom - Bereits im Februar diesen Jahres gab der HSV Insel Usedom bekannt, dass man eine eigene Akadmie namens Baltic Handballakademie ins Leben gerufen hat.

Die Idee dabei ist, die Talente aus der Region im Ostseebad Ahlbeck ausgebildet werden und dadurch die Etablierung der ersten Herrenmannschaft in der 3.Liga der Herren gesichert werden.

„Ich bin infiziert von dem Konzept! Wir wollen Jungs aus Vorpommern leistungsorientiert ausbilden“, so HSV-Trainer Uwe Kalski in der Pressemitteilung des Vereins.

Als einer der ersten Nutznießer dieses Vorhabens ist Felix Döhr. Mit gerade einmal 15 Jahren wird der Rückraumspieler das Angebot der Handballakademie nutzen und fortan in einer Handball-WG wohnen. Döhr kommt vom HSV Grimmen 92. Bereits in der vergangenen Saison hat das Handballtalent den Weg zum HSV regelmäßig auf sich genommen. Zusammen mit seinem Mitspieler Paul Griwahn besaßen beide ein Zweitspielrecht für den HSV Grimmen 92 und den HSV Insel Usedom. So konnte man bereits frühzeitig in der MV-Liga mit Grimmen sowie der höchsten Spielklasse mit Usedom aktiv sein.

In den vergangenen Wochen führten Kalski und seine Mitstreiter unzählige Gespräche mit Vereinen aus der Region. Zusammen wolle man einige Kooperationen aus dem Osten in Mecklenburg-Vorpommern schließen. Darunter Grimmen, Greifswald, Loitz, Demmin, Anklam, Ückermünde und Swinemünde. Wichtig hierbei sei, dass der HSV Insel Usedom keine Talente entlocken will, sondern vielmehr bestmöglichst ausbilden. Sollten diese den Weg nicht in den Leistungshandball im Erwachsenenbereich auf Usedom schaffen, kehren die Spieler gut ausgebildet - und bestenfalls - zu den Heimatvereinen zurück.

Um dieses Vorhaben bestmöglichst umsetzen zu können, sei es aus Sicht des HSV immens wichtig zukünftig als Handball-Leistungszentrum anerkannt zu werden von Seiten des Handballverbandes Mecklenburg-Vorpommern (HVMV). Bereits in Rostock, Schwerin und Neubrandenburg existieren solche Zentren. Anders als bei den bisherigen sei es, dass man eine Akademie ganz ohne Sportschule und Internat aufbauen will. Als Projektpartner hat man indes die Europäische Gesamtschule Insel Usedom gewinnen können. Bei der Kalksi unter anderem als Lehrer aktiv ist.

„Je mehr leistungsorientierte Standorte es gibt, umso besser. Auf der Insel wird seit Jahren sehr gute Arbeit geleistet. Dort gibt es immer gute Perspektiven und eine gute Trainersituation. Ich sehe viele Sachen, die schon bekannt sind, vom Profil aber noch einmal geschärft wurden. Das ist eine sehr positive Entwicklung. Was die Kooperationen bringen, wird man sehen", so HVMV-Geschäftsführer Jörg Dombdera in der Pressemitteilung.

Erste Erfolge kann man beim Herren-Oberligisten für die kommende Saison verzeichnen. Laut eigenen Angaben sollen im Kader sechs bis acht Spieler im Alter von 17 bis 20 Jahren stehen, und somit der erste Schritt in Richtung Jugend gegangen werden. Damit die Talente auch nach der Schulausbildung ihren Weg gehen können, habe der Verein bereits Partner in Sachen Praktikums- und Ausbildungsplätze gewinnen können, sodass ein guter Übergang gestellt werden kann. Ebenso sei man mit der Potsdamer Hochschule in Gesprächen, um beispielsweise ein oder mehrere Studienplätze im Bereich des Sportmanagements anbieten kann.

„Dort werden die Jungs schulisch unterstützt. Es bringt nichts, wenn wir Spieler mit Zweit- und Drittligapotenzial haben, die aber ihren Schulabschluss nicht schaffen. Wir wollen die jungen Menschen hier behalten. Das ist fast ein politischer Auftrag“, so Kalski weiter.

Um formal mit den anderen Trainingsstützpunkten in Mecklenburg-Vorpommern gleichgestellt zu werden, hat der HSV vergangene Woche einen Antrag beim HVMV eingereicht. Dieser muss im Rahmen des neuen Olympia-Zyklus und auf Basis seiner Nachwuchsleistungskonzeption bis Ende März prüfen, ob Usedom künftig seinen Talenten das Label „Leistungshandballer“ aufstempeln darf.

Fotoquelle: HSV Insel Usedom


HSV Insel Usedom e.V.