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Hamburg-Barmbek – Sechs Tage nach der Niederlage in Oranienburg und dem verletzungsbedingten Ausfall von Timon Kaminski war die HG Hamburg-Barmbek in heimischer Halle gegen die HSG Eider Harde gefordert. Mit Rückkehrer Justin Kaminski, der nach seinem im ersten Saisonspiel zugezogenen Muskelfaserriss erstmals wieder im Kader stand, zeigte die HG Barmbek eine engagierte und spielerisch sehr gute Leistung gegen sowohl im Angriff als auch der Abwehr offensiv spielende Eider Harder mit einem am Ende verdienten 33:28 Erfolg (15:12).

Nach dem deutlichen Auswärtssieg in der Vorwoche und dem bis dato guten Saisonstart mit 6:2 Punkten standen die Vorzeichen aus Barmbeker Sicht auf die Partie gegen Oranienburg trotz kleinem Kader und verletzungsbedingten Ausfällen nicht schlecht. Das am Ende dennoch eine deutliche 35:30 Niederlage für die Hansestädter folgte, war zumindest nach der ersten Halbzeit (14:16) nicht erwartbar. In der ersten Halbzeit lieferten sich beide Mannschaften über weite Strecken ein Spiel auf Augenhöhe, bei dem die Führung munter hin und her wechselte. Erst ab der 19. Spielminute (10:11) konnten sich die Barmbeker leicht absetzen. Der Torwartwechsel zur Mitte der ersten Halbzeit zeigte Wirkung, und die Nr. 98 der Barmbeker, Henri Wommelsdorf parierte wichtige Würfe – so Betrug die Führung zwischenzeitlich drei Tore, mit einer verdienten Zwei-Tore-Führung (14:16) ging es in die Halbzeit.

In den ersten Minuten noch waren die Gäste aus Hohn spielbestimmend und konnten über eine offensiv deckende Abwehr und dem Spiel mit dem siebten Feldspieler dem Spiel ihren Stempel aufdrücken. Die Barmbeker taten sich schwer mit dieser Spielweise, sodass Eider Harde folgerichtig in der 11. Minute 3:6 in Führung gehen konnte. Es sollte die letzte Führung in dieser Höhe werden, da auch die Barmbeker durch schnelle Ballgewinne in der Abwehr das Spiel ausgeglichen gestalten konnten. Justin Rundt, eigentlich Torwart aber zwischenzeitlich Goalgetter, schaffte mit zwei Treffern in Folge ins leere Eider Harder Tor den 5:6 Anschluss und den 6:6 Ausgleich. In der Folge kam Eider Harde nur noch einmal zu einer Führung, ehe Barmbek das Spiel endgültig in eigene Hände nahm und sich zur Pause einen 3-Tore-Vorsprung erarbeiten konnte. Justin Rundt, bis dahin mit einer starken Leistung im Tor, musste mit der Pausensirene nach der vierten gelben Karte das Spielfeld mit einer Zwei-Minuten-Strafe verlassen. Da auch Barmbeks Jan Torben Ehlers und Tobias Höricke direkt davor eine Strafe erhalten hatten, stand Barmbek mit nur noch drei Feldspielern dar – den in Folge der Fouls gegebenen Siebenmeter parierte Barmbeks Henri Wommelsdorf. Es sollte nicht der letzte Siebenmeter sein.

In der zweiten Halbzeit kam erneut Eider Harde etwas besser ins Spiel, konnte die dreifache Überzahl aber nur mit 2:1 für sich gestalten. Stattdessen konnte Barmbek selbst noch ein Tor in Unterzahl erzielen, Jacob Cordes wahrte den Vorsprung mit seinem Tor zum 16:14. Zwar musste Barmbek noch zweimal den Ausgleich hinnehmen (37.), konnte sich aber auf seinen Schlussmann Wommelsdorf verlassen, der in dieser Partie insgesamt drei Siebenmeter und mehrere Würfe in entscheidenden Situationen halten konnte. Ab der 40. Minute stellten die Barmbeker mit schnellen Toren die Weichen auf Sieg, und vergrößerten die Führung Tor um Tor auf zwischenzeitlich sechs Tore (55.). Das letzte Team-Timeout von Eider Harde vier Minuten vor Schluss, bei dem die Gäste ihre Abwehr auf eine Manndeckung umstellten, stellte die Barmbeker Offensive nur kurzzeitig vor Probleme, ehe sie ihre individuelle Klasse im Eins-gegen-Eins auspielen und zu sehenswerten Treffern durch Ben Behncke kommen konnten. Im Schlussviertel mussten sowohl der Barmbeker Tobias Höricke als auch der Gästespieler Steffen Oeltjen mit glatt Rot vom Platz, dies hatte aber keinen wesentlichen Einfluss auf den am Ende auch in der Höhe verdienten 33:28-Heimsieg der Barmbeker.

Barmbek schaffte es in diesem Spiel über eine gute Mannschaftsleistung und ihre gut aufgelegten Torhüter zu glänzen. Vor allem ließ sich Barmbek anders als in einigen Spielen zuvor durch die gegnerische Spielweise und Taktikumstellungen nicht aus dem Konzept bringen. Trainer Tobias Skerka hatte die richtigen Antworten auf diese Situationen parat – wie beispielsweise bei der dreifachen Unterzahl oder der Manndeckung der Eider Harde kurz vor Spielende – die durch die junge Barmbeker Truppe gut umgesetzt wurden.

HG Hamburg-BarmbekTor: Rundt (2 Tore / 1 Siebenmeter pariert), Wommelsdorf (3 Siebenmeter pariert)Feld: Franczak, Morgner (5), Ehlers (3), J. Kaminski (2, davon 2/2 Siebenmeter), Laveaux, Cordes (1), Glandorf, Bruse (5, davon 2/2 Siebenmeter), Matussek (4), Behncke (6), Höricke (5)

HSG Eider HardeTor: Ataman, BasenauFeld: Möller, Esters (1, 0/2 Siebenmeter), J. Oettershagen (2), Fröhlich (10, 1/2 Siebenmeter), Hamann (3), Hartwich (2), Ketelsen (1), Heinemann (5, 0/1 Siebenmeter), Glindemann, Brown, H. Oettershagen, Rohwer (3), Weigmann (1), Oeltjen

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